Kreis Bad Duerkheim Ran an die Laubberge

Arbeitseinsatz des Dürkheimer Bauhofs gestern auf dem Ungsteiner Friedhof von links Ali Nazari, Kevin Fischer und Heike Wacker.
Arbeitseinsatz des Dürkheimer Bauhofs gestern auf dem Ungsteiner Friedhof von links Ali Nazari, Kevin Fischer und Heike Wacker.

Ein bunter Bote des Herbsts: Laub in allen Braun- und Gelbtönen, das sich zur Zeit auf Rasenflächen, Straßen und Plätzen ansammelt. Was die einen erfreut, ärgert so manchen Bürger und sorgt momentan vor allem für die Mitarbeiter der Bauhöfe in der Region für eine Menge Arbeit.

Über 30 Kräfte in der Kurstadt

So auch in Bad Dürkheim, wie Erster Beigeordneter Gerd Ester (CDU) auf Anfrage sagt: „Über 30 Leute des insgesamt 45 Mitarbeiter starken Bauhofteams kümmern sich in diesen Tagen neben ihren Aufgaben um die Entsorgung von Laub.“ Und trotzdem scheinen die städtischen Helfer mit ihrer Arbeit nicht nachzukommen. Gelegentlich gebe es deshalb auch „Hinweise von Bürgern“, so Ester: „Ich werde da regelmäßig angesprochen.“ Besonders da, wo großblättrige Bäume ihr Blattwerk abwerfen, wie etwa die „hartnäckigen“ Platanen am Stadtplatz oder am Bahnhofsvorplatz sei viel zu tun. Auch in den Stadtteilen im Bereich der Karl-Räder-Allee, Kreuzung Holzweg/Seebacher Straße oder der Hammelstalsstraße in Seebach bleibe Laub öfter Mal länger liegen als erwünscht. Ein Auge habe der städtische Bauhof auch auf das fallende Grün auf Friedhöfen: „Vor besonderen Anlässen wie etwa dem Volkstrauertag oder auch in der Vorweihnachtszeit achten unsere Leute darauf, dass nicht zu viel Blätter auf den Gehwegen liegen.“ Denn von gefallenem Laub gehe auch Rutschgefahr aus, wenn es regne und dann möglicherweise noch anfriere, so Ester. Allerdings erledige der Bauhof diese spezielle Arbeit wie auch das Unkrautjäten im Frühjahr neben den regulären Aufgaben. Und oft müsse das Team spontan handeln: „Ein Sturm oder eine kalte Nacht und das Laub ist unten.“ Zu Leibe rückten die einzelnen städtische Trupps mit etwa drei bis vier Leuten dem herbstlichen Grün mit Rechen und Kehrmaschine. Wieviel Laub jeden Herbst eingesammelt werde, werde nicht festgehalten: „Wir haben kein Laub-Controlling“, sagt er witzelnd. Der Grünabfall lande auf der Grünsammelstelle. Freinsheim hat freiwillige Helfer In der Stadt Freinsheim ist das Thema Laub kein Problem, sagt der dritte Beigeordnete Thomas Krüger (FWG), der für den Bauhof zuständig ist. Immerhin vier Container seien aber schon voll, und noch bis Anfang Dezember müsse wohl Laub gerecht werden. Unterstützung bei der Arbeit bekommt der vierköpfige Trupp des Bauhofs auch von vielen Ehrenamtlern. So legten sogenannte Beetpaten regelmäßig Hand im Apotheker- und im Barockgarten an. Diese fleißigen Helfer kümmerten sich auch um die Beseitigung von Laub, ergänzt Krüger. Im Barockgarten engagieren sich zudem einmal im Monat eine Freiwilligen-Rentnertruppe. Und auch so mancher Privatmann übernehme Kehrarbeiten auf öffentlichen Wegen, die eigentlich kommunale Aufgabe wären. Wachenheim: Gärtner im Einsatz In Wachenheim ist das Bauhofteam unter Leitung des technischen Leiters Christian Weitzel noch einige Zeit im Kampf gegen das bunte Laub, das in Kombination mit Regen laut Weitzel zu „gefährlicher Schmierseife“ werden kann. Zwei Gärtner des insgesamt neun Mitarbeiter großen Teams seien derzeit mit Hecken- und Grünschnitt beschäftigt. Dabei kommen Laubbläser, Rechen und Kehrmaschine zum Einsatz. Welche Mengen bis zum letzten gefallenen Blatt anfallen, wisse er nicht zu beziffern. Es brauche wohl noch Regen, Frost und einen kräftigen Wind, bis alles von den Bäumen komme. Arbeitsintensiv seien besonders Hainbuchen und Linden. „Auf dem Friedhof stehen viele Lindenbäume, die machen richtig Arbeit“, so Weitzel. Auch die weit über 1000 Meter Buchenhecken beschäftigten gerade auch den dortigen Friedhofsgärtner, merkt er an. Der Einsatz der Gärtner ist auch mitten in der Stadt Wachenheim gefragt: Bei der Ludwigskapelle am Marktplatz, in der auch standesamtlich geheiratet werden kann, müssten regelmäßig Blätter von Kastanienbäumen entsorgt werden. Häufiger Einsatzort sei auch der Bereich beim Kindergarten in der Nähe des Schwimmbads.

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