Im Osten der Verbandsgemeinde Leiningerland hängen drei Projekte in der Warteschleife. Die Verwaltung erklärt auf Anfrage, was die Gründe sind.
Die peinliche Radweglücke zwischen dem Ortseingang von Gerolsheim und der K24 Richtung Lambsheim müsste eigentlich kurz vor ihrer Schließung stehen, denn Pläne und Anträge auf Zuschuss und vorzeitigen Baubeginn liegen laut Bauamtsleiter Dennis Zimmermann dem Land seit Februar vor. Doch erst nach dessen positiver Rückmeldung könne die Maßnahme angegangen werden.
In Großkarlbach will man wissen, ob die Sportplatzverlegung und der Neubau einer Sportanlage beim Bürgerhaus erlaubt ist. Doch die im Mai beim Kreis beantragte Stellungnahme steht noch aus. Es gibt aber noch einen anderen Grund, warum unklar ist, ob dieses Zukunftsprojekt eine Zukunft hat. Das hat laut Zimmermann mit einem Gerichtsurteil zum Baugesetzbuch und zur Berücksichtigung umweltrelevanter Belange zu tun. Jetzt könne für den Sportplatz wohl kein Bebauungsplan im beschleunigten Verfahren mehr erstellt werden. Ob ein „Regelbebauungsplanverfahren“ möglich sei, werde mit Behörden und Juristen abgeklärt.
Und dann ist da noch die Schulsporthalle in Dirmstein, von der man nicht weiß, ob sie saniert oder besser abgerissen und neu gebaut werden sollte. Eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung liegt laut Bauamtsleiter noch nicht vor, weil die beauftragten Fachingenieure erst den notwendigen Umfang und die zu erwartenden Kosten der Baumaßnahmen zusammentragen müssten. Die Verwaltung erwartet, dass das bis Mitte September geschieht. Mit den Zuschussgebern werde dann abgestimmt, welche Variante weiterverfolgt werden kann. Erst danach könne die eigentliche Wirtschaftlichkeitsbetrachtung erfolgen. Zimmermann nennt noch ein anderes Entscheidungskriterium als die bloßen Kosten, nämlich die Klimaverträglichkeit, den Verbrauch „grauer Energie“. Darunter versteht man die in Gebäuden gebündelte Energie, die für Bau, Herstellung und Transport aufgewendet wurde.