Hassloch
Palliativpflege: Sterbenden in den letzten Monaten helfen
In der St.-Ulrich-Straße 15 in Haßloch befindet sich der Palliativ-Stützpunkt Süd- und Vorderpfalz, den Angelika Schach seit dem 1. Januar 2020 leitet. Die gelernte Altenpflegerin war zuvor über 30 Jahre in der Altenpflege tätig und bringt für ihre Aufgabe viel Erfahrung mit.
„Den Beruf in der spezialisierten ambulanten Palliativ-Versorgung (SAPV) kann man nur ausüben, wenn man mit ganzem Herzen dabei ist“, sagt sie. Die SAPV diene dazu, die Lebensqualität und die Selbstbestimmung schwerkranker Menschen zu erhalten, zu fördern und zu verbessern und ihnen ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod in der häuslichen und vertrauten Umgebung zu ermöglichen. „Oft haben wir in intensiven Gesprächen Patienten vor der Angst vor dem Tod und dem oft langen Leiden befreit. Sie können dann eine lange Zeit bis zum Ende ohne uns, gemeinsam mit den Angehörigen das Ende erwarten“, beschreibt Schach ihre Aufgaben.
Lebensqualität verbessern
Dahinter steckt persönliches Engagement für die Kranken, das auch großes Einfühlungsvermögen erfordert. Angelika Schach hat sich aber trotz des sehr anstrengenden Berufes ihre Fröhlichkeit bewahrt. Diese will sie weitergeben. Positive Stimmungen helfen Patienten und geben ihnen eine Perspektive.
Die persönliche Zuwendung für Kranke und auch deren Angehörige und Pfleger verlangt viel Kraft von den acht Mitarbeiterinnen, die diesem Stützpunkt angehören, der für einen großen Umkreis zuständig ist: von Lambrecht und Neustadt bis Deidesheim, von Grünstadt und Schifferstadt bis Limburgerhof. Die Mitarbeiterinnen verfügen über eine Fachausbildung und kommen meist aus der näheren Umgebung. Ein wichtiger Schwerpunkt ist die Zusammenarbeit mit Haus- und Fachärzten. „Die enge Verbindung zu Pflegediensten, ambulanten Hospizdiensten, Psychologen und Seelsorgern sowie mit Apotheken und Sanitätshäusern ist bei unserer Arbeit ein wichtiger Faktor“, erzählt Schach. Ziel sei die Linderung belastender Symptome, um die Lebensqualität zu verbessern. „Dadurch kann vielen Menschen ihr Wunsch erfüllt werden, die letzte Lebensphase zu Hause zu verbringen und im vertrauten Umfeld zu sterben“, erläutert Schach. So könnten unnötige und die belastenden Krankenhauseinweisungen in den meistens Fällen vermieden werden.