Kreis Bad Duerkheim „Nicht Ende, sondern Anfang“

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Die Integretierte Gesamtschule Deidesheim/Wachenheim (IGS) hat erstmals einen Abiturjahrgang entlassen. Von 61 zugelassenen Schülern haben 53 die Prüfungen bestanden. 22 davon waren Quereinsteiger, die aus anderen Schulen in die 11. Klasse eingetreten sind.

Schulleiter Georg Dumont begrüßte das hohe Niveau der Prüfung zur Allgemeinen Hochschulreife, die von der Schulaufsicht Neustadt begleitet wurde. Besonders Schüler, die ursprünglich keine Gymnasialempfehlung mitbekommen hätten, seien in der IGS gewachsen und hätten als „Spätentwickler“ das Abi geschafft. Dennoch fehle eine Leistungsspitze, die beste Note war 1,6. Die IGS stehe auf stabilen Füßen mit beständigen Anmeldezahlen. Für die Stadt Deidesheim habe diese erste Abiturklasse einen historische Aspekt nach 622 Jahren „abiturlosem Dasein“. Die Abschlussfeier in der Stadthalle Deidesheim stand unter dem Motto: „Abiturgau - ein goldener Jahrgang“. Als Abiturstreich hatten die Schüler US-Präsident Trump auf die Schippe genommen mit „IGS first“! Die Lehrer wurden kurzerhand in einen Käfig gesperrt und durften erst nach Lösung von individuellen Aufgaben wieder heraus, berichtete Dumont. Er selbst habe boxen müssen. In seiner Rede ermunterte er die Abiturenten mit dem Leitsatz „Bleibt erschütterbar und widersteht!“ Denn Vergleiche mit der Architektur zeigten, dass eine gewisse Beweglichkeit Erschütterungen besser aufnehmen könne. Dumont setzt Bildung nicht mit Wissen gleich, sondern mit Reife eines mündigen Bürgers. Die zunehmende Beschleunigung in vielen Lebensbereichen unserer Zeit empfinde er als Ruheverlust und Vorbeigehen an der eigenen Mitte. Auch hier gelte das Widerstehen. Das Abitur sei nur bei erstem Hinsehen ein Abschluss, in Wahrheit ein Anfang. Bei Problemen „dranbleiben, nicht nachlassen, geduldig tiefer einsteigen“, hält der Pädagoge für wichtig. „Lasst die Köpfe nicht hängen“ sagte er denen, die es nicht geschafft haben. Auch Umwege könnten zum Ziel führen. |piw

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