Kreis Bad Duerkheim RHEINPFALZ Plus Artikel Neujahrsempfang: Was sich 2020 in Wachenheim tun soll

Hatte die eine oder andere gute Nachricht für die zahlreichen Zuhörer dabei: Torsten Bechtel (links).
Hatte die eine oder andere gute Nachricht für die zahlreichen Zuhörer dabei: Torsten Bechtel (links). Foto: Franck

Was macht Wachenheim aus? Dieser Frage ging Bürgermeister Torsten Bechtel (CDU) in seiner Rede auf dem gut besuchten Neujahrsempfang in der Stadthalle nach. Natürlich streifte er dabei ein Wachenheimer Dauerthema.

Es sei vor allem das herausragende ehrenamtliche Engagement der Wachenheimer, das die Stadt so besonders mache, lobte der Bürgermeister. Beispiele dafür lieferten die Bürger im vergangenen Jahr reichlich: Zum Beispiel beim Projekt Generationenplatz auf der Schwimmbadwiese. Zu einer Pflanzaktion im Herbst seien „unglaublich viele Menschen jedes Alters gekommen“, lobte Bechtel. Für das Projekt seien bislang mehr als 30.000 Euro gespendet worden. Für die geplante Pump-Track-Anlage werde die Stadt noch im Frühjahr den Bauantrag einreichen, kündigte er an.

Als weitere Beispiele für ehrenamtliches Engagement führte Bechtel die Freiwillige Feuerwehr, die Gruppe um Gerlinde Sterzinger, die sich unter anderem um Blühstreifen kümmert, die Stadtmauer-Initiative sowie den Förderkreis zur Erhaltung der Wachtenburg an. Für das Wahrzeichen oberhalb der Stadt habe der Verein in den vergangenen 35 Jahren fast 90.000 Arbeitsstunden geleistet. Um die Jugendarbeit der Stadt machten sich unter anderem Feuerwehr, Pfadfinder, Pfälzerwald-Verein und TuS verdient.

Strom- und Gaspreise bleiben stabil

Bechtel kündigte Investitionen der Verbandsgemeinde in Höhe von sechs Millionen Euro in den kommenden drei Jahren in die Kläranlage an. Für Kunden der Stadtwerke hatte er eine gute Nachricht: Strom- und Gaspreise bleiben 2020 stabil. Investiert wird auch in den Schulstandort: Der Kreis finanziere den Austausch der Fenster des Schulgebäudes, der sich auf Kosten von 1,2 Millionen Euro summiert.

Die Sanierung des historischen Stadtkerns sei 2019 gut vorangekommen. In diesem Jahr sind unter anderem ein barrierefreier Zugang zur Kirche St. Georg und die Sanierung der Tourist-Information geplant, die ebenfalls einen behindertengerechten Zugang erhalten soll. Der Umbau des alten Pfarrhauses an der Weinstraße könne 2020 beginnen.

Wachenheim sei attraktiv, entsprechend begehrt seien Bauplätze und Immobilien, sagte der Bürgermeister. Auf dem ehemaligen Hallengelände der Firma Scharfenberger an der Weinstraße sollen Wohngebäude und Platz für eine Arztpraxis entstehen. Auch eine Bankfiliale soll dort untergebracht werden. Wohnraum soll auch am östlichen Ortsrand entstehen: „Mein Ziel ist, dass Ende 2021 am Schwabenbach die ersten Häuser gebaut werden können“, sagte Bechtel gegenüber der RHEINPFALZ.

Neues vom Supermarkt

Keine Neujahrsrede ohne das Wachenheimer Dauerthema – den Supermarkt. „Auch das macht Wachenheim aus“, sagte Bechtel mit einem guten Schuss Selbstironie, um zu verkünden, dass der Antrag auf ein Zielabweichungsverfahren sowohl für den Markt im Bischofsgarten als auch für den Markt zwischen Friedelsheim und Gönnheim bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion eingereicht wurde. Diese werde nun innerhalb der nächsten sechs Monate darüber entscheiden. Einen Blick auf die nahe Zukunft wagte auch Weinprinzessin Svenja, die Werbung für den neuen Weinjahrgang machte, der viel Genuss verspreche.

„In Wachenheim vergeht kein Wochenende ohne Konzert oder Ausstellung“, nannte Bechtel einen weiteren Vorzug der Stadt. Für Musik beim Neujahrsempfang sorgte die Chorgemeinschaft des MGV, der in diesem Jahr 175-jähriges Bestehen feiert, sowie Eleven der Musikschule: Sophie Oberwalder spielte Violine, Yasin Emetlioglu und Philippa Vogel sorgten am Klavier mit der Europahymne für den stimmungsvollen Schlusspunkt.

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