Kreis Bad Duerkheim Naturschützer fordern formelle Umweltprüfung

Placeholder-Image

Eine formelle Umweltverträglichkeitsprüfung der Sanierungspläne für das BASF-Feld 3 forderte beim Infoabend im Dürkheimer Haus Dr. Heinz Schlapkohl vom BUND. „Sie wenden einen Trick an, wenn Sie sie umgehen“, hielt der Umweltschützer aus Weisenheim am Sand der SGD vor.

Schlapkohl bemängelte, dass die BASF als Auftraggeberin in einer Vorprüfung nur untersucht habe, „was als notwendig erachtet“ worden sei. Ohne formelles UVP-Verfahren und ohne öffentliche Anhörung gebe es jedoch keine Möglichkeit, gegen das Vorhaben zu klagen. Angesichts eines „so gravierenden Eingriffs in einen so sensiblen Naturraum“ hielt er eine UVP mit Beteiligung von Öffentlichkeit, Anwohnern und Umweltverbänden für notwendig. „Ich fordere Sie auf, dies nicht zu umgehen und der BASF nicht nachzugeben“, so Schlapkohl ans SGD-Podium. Gegen den Begriff „Trick“ verwahrte sich SGD-Sprecher Manfred Schanzenbächer. Die BASF habe eine umfangreiche Vorprüfung vorgelegt und halte eine weitergehende Prüfung daher für verzichtbar. Diese Möglichkeit räume das Bundesbodengesetz ein. „Wir haben das zu prüfen“, so Schanzenbächer, was gerade auf dem Weg sei. Die Rückmeldung verschiedener Fachbehörden, die man hierfür eingeschaltet habe, erwarte man bis Mitte März. Schlapkohl hakte später nach: Nur mit einer Umweltverträglichkeitsprüfung ließe sich die Sanierung verbessern und „mehr machen, als die BASF jetzt machen will“. Und nur so sei der Klageweg möglich. „Die Entscheidung treffen wir“, stellte Schanzenbächer sogleich klar, wer Herrin des Verfahrens ist. Die SGD prüfe unabhängig, ob die Planung plausibel ist. Der Schlitzwandgreifer sei motorenmäßig „nicht lauter als eine normale Baumaschine“, bekam eine Anwohnerin auf ihre Anfrage zu Lärmproblemen zur Antwort. Die Arbeiten selbst liefen im Untergrund, „die hören Sie gar nicht.“ (psp) Durch meine Brille, Seite 1

x