Kreis Bad Duerkheim Miteinander auf dem Weg

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„Sein wandernd Volk will leiten der Herr in dieser Zeit; er hält am Ziel der Zeiten dort ihm sein Haus bereit“, so singen wir im Lied Gotteslob Nr. 478. Morgen, am Donnerstag, feiert die katholische Kirche das Hochfest Fronleichnam. Unsere Pfarrgemeinde Heilige Theresia vom Kinde Jesus beginnt um 10.30 Uhr mit der Eucharistiefeier im oberen Kurpark. Es schließt sich die Prozession durch den Kurpark an, die mit dem Segen in der Kirche St. Ludwig endet. Anschließend findet dann die Reunion im Pfarrgässchen statt. Der Name Fronleichnam kommt vom althochdeutschen „fron“ bedeutet übersetzt „Herr“ und „lichnam“ „lebendiger Leib“. An diesem Tag feiern wir in besonderer Weise die Eucharistie, den Leib unseres Herrn Jesus Christus. Dieser Gedanke ist auch am Gründonnerstag sinnvoll, dem Tag der Einsetzung der Eucharistie, doch der Gründonnerstag ist überschattet vom Beginn des Leidensweges Jesu. Deshalb zeigt Fronleichnam die Bedeutung der Eucharistie für den Christen auf. Das Fest ist im Mittelalter um 1240 in Lüttich entstanden. Es geht zurück auf die Heilige Juliana von Lüttich. Dort wurde zum ersten Mal Fronleichnam gefeiert. Papst Urban IV. erhob es im Jahr 1264 zu einem Fest für alle Christen. Weil wir dabei auch an das letzte Abendmahl erinnert werden, wird es immer am zweiten Donnerstag nach Pfingsten gefeiert. Die erste Fronleichnamsprozession in Deutschland fand 1273 in Benediktbeuern statt, in Köln wurde das Fest erstmals 1279 begangen. Bei der Prozession wird der Leib Christi in einem kostbaren Schaugefäß, der Monstranz, durch die Straßen und Anlagen getragen. Wir zeigen damit, dass wir mit Christus durch unser Leben gehen wollen, dass wir das Volk Gottes auf dem Weg sind. Christus schützt und stärkt uns auf diesem Weg. Anderenorts finden Fronleichnamsprozessionen per Schiff statt, etwa die „Mühlheimer Gottestracht“ auf dem Rhein bei Köln oder auf dem Chiemsee in Oberbayern sowie auf dem Traunsee oder Hallstätter See in Österreich. Die in den Gemeinden sich anschließenden Pfarrfeste dienen der Gemeinschaftserfahrung untereinander. Wir Menschen sind voneinander abhängig, keiner kann alleine leben. Viele Menschen sorgen für uns, aber auch wir haben Verantwortung für andere: „Der Mensch wird am Du zum Ich, alles wirkliche Leben ist Begegnung“ (Martin Buber). —Andreas Matheis ist Diakon der katholischen Pfarrei Heilige Theresia vom Kinde Jesus, Bad Dürkheim.

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