Kreis Bad Duerkheim Mit dem Wein-Truck durch die Stadt

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Ein Wein-Truck, mit dem Studenten vom Mußbacher Weincampus in der Innenstadt und für die Hochschule und Neustadter Winzer auf Werbetour gehen – dieser Vorschlag belegte bei dem Studierenden-Wettbewerb „Wein in der Stadt“ Platz eins.

Mit dem Thema Wein die Innenstadt beleben und dabei die Kompetenz der Studenten vom Weincampus nutzen: So die Idee des Preises, den die Willkomm-Gemeinschaft ausgeschrieben hatte. Die Hochschule zog mit und Dozent Marc Dreßler machte es zum Thema seines Seminars für die Studenten des fünften Semesters des Studiengangs Weinbau und Önologie. „Wir stehen auch im Wettbewerb mit anderen Hochschulen und haben deshalb ein großes Interesse daran, dass Neustadt attraktiver wird“, begründete der BWL-Professor sein Engagement.„Die Stadt muss die Innovationskraft dieser jungen Menschen nutzen. Wir werden die Ideen gnadenlos klauen“, sagte Andreas Böhringer vom Gewerbeverein, der mit in der Jury gesessen hatte. Der von der Willkomm mit 600 Euro dotierte erste Platz sieht vor, dass für rund 63.000 Euro ein Kleinlastwagen gekauft wird, der mit Temperierschrank und Kühlelementen speziell für den Weinausschank umgebaut ist. Der Wein-Truck soll regelmäßig auf dem Wochenmarkt stehen sowie bei Festen oder Messen auf Tournee gehen. Beliefert mit Wein von lokalen Betrieben, könnten Studierende für eine Aufwandsentschädigung die Produkte anpreisen und für ihre Hochschule Werbung machen. „Wir arbeiten ja schließlich fast alle nebenher in Vinotheken oder Weingütern, um etwas zu verdienen“, erklärte Felix Forster, einer der Autoren. Der mit 300 Euro dotierte zweite Platz ging an das Konzept „Wine goes city – Neustadter Weinviertel“. Die Autoren stellen fest, dass es in Neustadt im Gegensatz zu Bad Dürkheim („Weinbergleuchten“), Speyer („Wein am Dom“) oder Mannheim („Genuss-Tour“) keine Wein-Veranstaltung gebe, die speziell junge Menschen anspreche. Das Neustadter Weinlesefest habe bei der Jugend keinen guten Ruf. Die Studenten schlagen vor, dass für einen Abend die Stadt bei „Wine goes City“ in vier Stilviertel unterteilt wird. Für den Bahnhofsbereich wünschen sie sich das Thema „New Generation“. Dort sollen sich Jungwinzer präsentieren, Tanzbühnen und Bars aufgebaut werden. Die betuchte Kundschaft soll auf dem Marktplatz mit exklusiven Weinen und Delikatessen verwöhnt werden. Der Osten der Innenstadt soll in Geschäften und Gaststätten das eher konservative Klientel mit Schorle, Riesling und Saumagen bedienen. Auf der Festwiese schlagen die Autoren ein Wein-Punk-Viertel vor mit Natur- und Orange-Weinen sowie Rock-Bands. Nur knapp einen Preis verpasste das Konzept „Great Again“. Die Studierenden wünschen sich ein leerstehendes Gebäude in der Innenstadt, das sie als Wohnheim nutzen und im Erdgeschoss eine Campus-Theke der Hochschule betreiben können. „Wir wollen in die Stadt und nicht immer in Mußbach sitzen“, erklärte ein Mitglied des fast reinen Frauen-Teams. Den Street-Food-Trend griff das Team „Wine & Food-Festival“ auf. An drei Tagen im Sommer sollen 20 Trucks für Essbares sorgen, während 20 Winzer davor Wein ausschenken. Der Beitrag der Studenten: eine Chill-out-Lounge auf dem Juliusplatz. „Neustadt hoch drei“ will in drei Leerständen in der City jeweils drei Winzer aus drei Vororten und drei Künstler zusammenbringen. Aufgabe der Künstler soll auch sein, spezielle Etiketten für die Weinflaschen zu entwerfen. |wkr

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