Kreis Bad Duerkheim Leserbriefe:

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Den Minigolfplatz nehme ich als idyllische Anlage für Jung und Alt wahr, die sich harmonisch in den Park einfügt. Ich bin fast täglich im Park und habe noch nie erlebt, dass es auf dem Minigolfplatz laut zuging. Meiner Erfahrung nach wird die Geräuschkulisse vom Minigolfplatz mit Sicherheit übertönt von dem Gedudel der „Musikanten“ nebenan. Von der gegenüberliegenden Liegewiese des Salinariums hört man Kinder. Müssen sie zukünftig auch eine Mittagspause einlegen, beziehungsweise „leise spielen“? Und was ist mit den vielen Besuchern, die seit Offenlegung der Isenach den Park bevölkern? Gilt hier dann auch ein Redeverbot zwischen 13 und 14.30 Uhr? Wollen wir das? Wenn ich mir ein Haus kaufe oder eine Wohnung miete, sehe ich doch, wenn nebenan ein Spielplatz oder Ähnliches ist und muss mit eventuellen Beeinträchtigungen rechnen. Es ist mir unbegreiflich, dass ein Gericht eine Mittagspause (und das gerade am Sonntag, wo viele Familien im Park unterwegs sind), anordnet! Und, wen interessiert es wirklich, ob es vor über 50 Jahren eine Baugenehmigung gegeben hat? Wichtig ist doch allein die Sicherheit solcher Plätze. Ich denke, man sollte die Kirche im Dorf lassen und diesen so schönen Park – inklusive des idyllischen Standorts des Minigolfplatzes – genießen. Die Renaturierung der Isenach, die Neugestaltung des Kurparks und die Einbindung der Saline war einer der erfreulichsten Schritte, den die Stadt Bad Dürkheim in den letzten Jahren gemacht hat. Dieses wird nicht nur von Gästen der Stadt, sondern ganz besonders auch von den Dürkheimern selbst mit Begeisterung angenommen. Der Kurpark ist lebendig wie nie zuvor, hier treffen sich Jung und Alt. Soll dieses Leben wieder erstarren? Minigolf ist ein schöner Sport für Jedermann, gerade auch für Familien. Müssen die Kinder jetzt schweigen, weil Anwohner offenbar vergessen haben, dass sie auch einmal jung waren und es für sie selbstverständlich war, dass sie sich austoben konnten? Muss die Stadt jetzt in teuren und vermutlich nicht besonders ansehnlichen Lärmschutz investieren? Die Musik im Kurpark ist ein weiteres belebendes Element im Kurpark gewesen. Wollen wir auch darauf verzichten, weil Anwohner sich gestört fühlen? Ist es nicht an der Zeit, dem Gemeinwohl zumindest wieder denselben Wert einzuräumen wie Einzelinteressen? Ich meine, ein Lächeln, weil Kinder sich freuen oder wir beschwingte Musik hören, steht uns allen gut zu Gesicht. Die Wachenheimer müssen in den nächsten Wochen also zum Einkaufen in die Nachbarkommunen fahren, weil der Rewe-Markt renoviert wird. Höchste Zeit, kann man da nur sagen, denn ein Aushängeschild ist dieser heruntergekommene Supermarkt schon lange nicht mehr. Schön zu wissen, dass Bürgermeister Torsten Bechtel fix eine Lösung parat hat und jetzt Bad Dürkheim oder Deidesheim ansteuern will, um sich dort mit Lebensmitteln einzudecken. In Wachenheim gibt es dazu ja keine andere Gelegenheit. Bad Dürkheim oder Deidesheim? Richtig. Dorthin müssen auch immer wieder Touristen ausweichen, die gerne in Wachenheim in einem Hotel übernachten würden, im doch eher kleinen Goldbächel aber kein freies Bett mehr finden. Ein neuer Supermarkt und ein neues Hotel – beides bräuchte Wachenheim dringender denn je, um von den benachbarten Städten nicht vollständig abgehängt zu werden. Wachenheim muss nicht verhungern! In der Stadt gibt es – auch wenn der Einkaufsmarkt für vier Wochen schließt – genügend Möglichkeiten, sich mit Waren zu versorgen. Es gibt zwei Brot-Verkaufsstellen, zwei Metzgereien, drei Läden mit frischem Obst und Gemüse (und zum Teil auch Milchprodukten) und es gibt sogar einen Getränkemarkt! Den wöchentlich stattfindenden Markt mit Obst, Gemüse, Käse und Fischangeboten darf man auch nicht vergessen. Was fehlt sind dauerhaltbare Waren und Non-Food-Artikel. Wenn die Stadt ein bisschen aufmerksamer gewesen wäre, hätte sie die bevorstehende Schließung des Rewe-Marktes durchaus etwas früher publizieren können, dann hätten sich die Mitbürger, die mangels Fahrmöglichkeit oder wegen sonstiger Einschränkungen auf den Markt in Wachenheim angewiesen sind, im Vorfeld darauf einstellen können. Entgegen des durch den Interviewer suggerierten Eindruckes ist Wachenheim bezüglich der Lebensmittelversorgung also hervorragend aufgestellt; vielmehr drängt sich einmal mehr die Frage auf, warum die Stadtspitze so versessen darauf ist, einen neuen Markt vor den Toren Wachenheims anzusiedeln – mit allen für Ort und Landschaft negativen Folgeerscheinungen.

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