Ellerstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Leserärger: Geschwindigkeitsmessgerät am falschen Platz?

Die umstrittene Messtafel in RIchtung Akaziensiedlung.
Die umstrittene Messtafel in RIchtung Akaziensiedlung.

Geschwindigkeitsmessgeräte sollen dazu beitragen, Verkehrsteilnehmer zu sensibilisieren und den Fuß vom Gas zu nehmen. In Ellerstadt bewirkt ein solches Gerät allerdings nicht das, was es soll, sondern genau das Gegenteil – findet RHEINPFALZ-Leser Michael Wiel.

Wiel geht es um das Gerät, das sich etwa 30 Meter hinter dem letzten Haus in der Bruchstraße in Richtung Akaziensiedlung befindet. Dieses sei mit einer zu hohen Geschwindigkeitsvorgabe programmiert oder falsch platziert worden, vermutet er. „Wer die letzten Meter in der Bruchstraße, wobei es sich um eine 30er-Zone handelt, fährt, bekommt vom Schild ein ,Dankeschön’ signalisiert, auch wenn er mit deutlich mehr als Tempo 30 unterwegs ist“, berichtet Wiel, der dadurch erhebliche Gefahren vor allem für schwächere Verkehrsteilnehmer sieht.

Bürgermeisterin Elke Stachowiak (FWG) sieht aktuell jedoch keinen Handlungsbedarf. „Die Anzeige ist dort, wo sie ist, genau richtig positioniert, denn sie soll die Verkehrsteilnehmer darauf hinweisen, dass sie am Ortsausgang nicht Tempo 50 überschreiten sollen, wenn sie das gerade Stück in Richtung Akaziensiedlung fahren“, sagt Stachowiak, die schon häufig beobachtet hat, dass Autofahrer am Ortsausgang Gas geben und mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Akaziensiedlung fahren. Der Bereich davor sei eine verkehrsberuhigte Zone mit Tempo 30. Da mache das Messgerät keinen großen Sinn, sagt die Bürgermeisterin. Bei diesem Messgerät und auch bei den anderen, die in Ellerstadt installiert seien, habe man auf die Wünsche der Bürger Rücksicht genommen. „Hätte Herr Wiel uns angesprochen, hätten wir ihm unsere Vorgehensweise verdeutlichen können“, ergänzt sie.

„Die Anzeige würde ihren Zweck erfüllen, wenn sie etwa auf Höhe der ersten Laterne nach dem Bürgerhaus in Richtung Akaziensiedlung mit der Vorgabe ,Tempo 30’ montiert würde“, schlägt Wiel vor, der sich mit einem Schildbürgerstreich konfrontiert sieht. „Das Gerät muss sinnvoll angewendet werden. Da wo es jetzt steht, ist es Nonsens.“

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