Wachenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Kurzzeitparkplätze sorgen für Diskussionen

Wenn in der Weinstraße geparkt werden kann, dann gibt es weniger Parksuchverkehr, argumentiert die Verwaltung.
Wenn in der Weinstraße geparkt werden kann, dann gibt es weniger Parksuchverkehr, argumentiert die Verwaltung.

Drei mögliche Kurzzeitparkplätze in der Weinstraße 90 haben im Wachenheimer Stadtrat am Montag die Gemüter erhitzt.

Im Anwesen Weinstraße 90 ist eine Apotheke untergebracht. Deswegen seien Kurzzeitparkplätze eine gute Idee, so der Vorschlag der Verwaltung. So werde Parkplatzsuchverkehr vermieden. „Absolut unnötig“ sind die Parkplätze aus Sicht von Dorothea Geibel (FWG) an dieser Stelle. Hier habe es vor Jahren einen schweren Unfall gegeben, bei dem ein Kind von einem Lkw-Fahrer übersehen worden sei.“ Für Jürgen Rohr (SPD) war es nicht nachvollziehbar, warum „wir hier drei Kurzzeitparkplätze brauchen“, es gebe doch genug Parkplätze auf dem Gelände. „Das ist der falsche Platz“, sagte Hans-Jürgen Häfner (SPD). Es werde ein Gefahrenschwerpunkt geschaffen. Es sei der meist befahrene Knotenpunkt in Wachenheim, argumentierte Arnold Nagel (FWG), wenn man hier Fußgänger und Verkehr nicht entzerre, bekomme man ein Riesenproblem. Sein Antrag, das Ansinnen zu vertagen, bis das Bauprojekt auf dem ehemaligen Scharfenberger-Gelände verwirklicht ist, wurde mit einer Stimme Mehrheit abgelehnt.

Andere Parkplätze fallen wegen Bauarbeiten weg

Es sei nicht ganz unwichtig für den Betrieb in dem Geschäftshaus, hier Kurzzeitparkplätze zu haben, argumentierte Stadtbürgermeister Torsten Bechtel (CDU). Man könne die Meinung vertreten, dass diese Parkplätze gefährlich seien, aber das seien dann andere längs der Weinstraße genauso.

Beigeordneter Manfred Bühler (FDP) wies darauf hin, dass es während der kommenden Bauphase die jetzt noch vorhandenen Parkplätze nicht mehr gebe, deswegen brauche man die Kurzzeitparkplätze vor der Apotheke umso mehr. Bei der namentlichen Abstimmung stimmten acht Stadträte von FWG, SPD und Grünen dagegen, die Mehrheit von zehn Stadträten, hauptsächlich aus der CDU, war für die Einrichtung der Kurzzeitparkplätze.

97.000 Euro für Wachtenburg-Sanierung

Der Bauausschuss hatte es auch so empfohlen: Die Stadt Wachenheim übernimmt ein Drittel der Kosten in Höhe von 97.000 Euro für mehrere Einzelsanierungsmaßnahmen auf der Burg. Der Stadtrat votierte einstimmig für den entsprechenden Antrag des Förderkreis Wachtenburg. Die Sanierungen gingen vermutlich über zwei Jahre, informierte Bechtel.

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