Kreis Bad Duerkheim Knipsen im Bad tabu?

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Fotografieren in Schwimmbädern verboten? Neue Verbotsschilder, die unter anderem im Waldschwimmbad Eisenberg und an einem Ostseestrand jüngst angebracht wurden, sorgen für Verwirrung bei den Badegästen. Im Salinarium Bad Dürkheim und im Wachenheimer Schwimmbad gibt es offenbar keinen Anlass für Verbote.

Bisher hat es weder in Wachenheim, noch in Bad Dürkheim aktuelle Fälle von Beschwerden von Badegästen gegeben, die sich aufgrund von Knipsern in ihrem Persönlichkeitsrecht gestört gefühlt haben. Im Salinarium existiert laut Günter Diehl eine Regelung für professionelle Fotografen. Sie müssen sich vorher im Schwimmbad anmelden, dass sie fotografieren wollen und angeben, wofür die Aufnahmen gedacht sind. Diese Regelung sei jedoch unmöglich auf alle Besucher des Salinariums ausdehnbar, da mittlerweile jedes Handy über eine Kamera verfügt. Ein allgemeines Handyverbot sieht der Betriebsleiter als fast unmöglich durchzusetzen. Nur im besonders sensiblen Bereich der Saunen bestehe ein absolutes Handy- und Tabletverbot. Hier müsse das Persönlichkeitsrecht der Gäste umfassend geschützt werden. Dass das Thema jedoch an sich problematisch ist, haben die Schwimmbadbetreiber wohl erkannt. Grund dafür sei die schwierig einzuschätzende Absicht von Handynutzern, ob da gerade jemand Fotos macht oder einfach nur im Internet surft, sei von außen kaum festzustellen. Ganz ohne Verbote kommt der Campingplatz beim Almensee in Bad Dürkheim aus. Azubi Jannick Schowalter hat laut eigener Aussage noch nie etwas von unrechtmäßigem Fotografieren mitbekommen. Auch Beschwerden von Gästen habe es bisher noch keine gegeben. Ganz so streng ist es auch im Freibad in Wachenheim nicht. Laut Christian Weitzel besteht zwar bereits seit langer Zeit die Regel, dass keine Fotos von Fremden gemacht werden dürfen. Falls sich Badegäste gestört fühlen oder dem Schwimmbadpersonal ein Verstoß gegen diese Regelung auffallen würde, behalte man sich vor, die Schnappschussfotografen darauf aufmerksam zu machen. Jedoch habe es bisher keine Vorfälle dieser Art gegeben, so der technische Leiter der Wachenheimer Stadtwerke. Daher habe es auch keinen Anlass gegeben, die Regeln zu verschärfen, wie es in anderen Schwimmbädern der Region vorgekommen ist. |rcl

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