Kreis Bad Duerkheim Klassische Nummern sind Trumpf
Alle Jahre wieder gastiert der Ludwigshafener Weihnachtszirkus von den Feiertagen bis zum Beginn des neuen Jahres auf dem Vorplatz der Friedrich-Ebert-Halle. Er zeigt ein zweistündiges Programm mit familienfreundlicher Unterhaltung.
Es sind die ganz klassischen Nummern, die schon vor Jahrzehnten Zirkusbesucher begeistert haben und die anrührenderweise im vom Digitalen so geprägten Zeitalter immer noch funktionieren: Drahtseilakte und Sprünge durch Feuerreifen, Schabernack mit den Clowns und Tiere, die durch Sägespäne rennen. Der Ludwigshafener Weihnachtszirkus ist ein klassisches Familienunternehmen. Zirkusdirektor Stephan Riedesel zeigt selbst eine Rola-Rola-Akrobatik, bei der er auf einer wackeligen Rolle balanciert, auf die er verschiedene Bretter und Becher gestellt hat. Für das Gastspiel des Zirkus’ engagieren seine Familie und er jedes Jahr Artisten auf ganz Europa, diesmal aus Deutschland, Bulgarien, Ungarn und der Schweiz. Francesco Nock zeigt zu den Klängen des Michael-Jackson-Klassikers „Beat it“ einen Tanz auf dem Drahtseil, an dessen Ende er durch einen brennenden Reifen springt. Mit dem Feuer spielt auch das ebenfalls aus der Schweiz stammende Duo Stoichev. Vater und Sohn sind im „Todesrad“ unterwegs, einem doppelten Rad, in dem sie waghalsig herumklettern. Bei hoher Geschwindigkeit veranstalten sie ein Seilspringen oder jonglieren mit Feuerfackeln. Unter der Zirkuskuppel zeigt das Duo Crystal aus Ungarn, welche Verrenkungen möglich sind, wenn man nur die passenden Tücher und die notwendige Begabung zur Verfügung hat. Der weibliche Teil des Duos, Alexandra Lörincz, zeigt im zweiten Teil der Show eine hübsche Nummer am Luftring. In der Pause nutzten vor allem die kleinen Besucher die Gelegenheit den Tieren einen Besuch abzustatten: den Kamelen, Pferden und Rindern, die zuvor durch die Manege gerannt waren. Eine spektakuläre Nummer gibt es ganz am Ende zu sehen: Drei Motorradfahrer, das Trio Stoichev aus der Schweiz, fährt in einer fünf Meter hohen Stahlkugel herum und demonstriert dabei, dass sie erstens Nerven aus dem gleichen Material besitzen und zweitens ein überlebenswichtiges Gespür für das exakte Timing. Das Bild, das dabei entsteht, ist wirklich beeindruckend. Genau wie die Handstandnummern des Kraftprotzes Edi Takacs aus Ungarn und des jungen Jongleurs Lukas Sachse, der Bälle, Reifen und Keulen durch die Luft wirbelt. Zum Gelingen der Premierenvorstellung haben auch mehrere Zuschauer beigetragen. Von Clown Gerome ins Rampenlicht geholt, machten sie bereitwillig jeden Quatsch mit. Termine Der Ludwigshafener Weihnachtszirkus gastiert bis Mittwoch, 2. Januar, auf dem Vorplatz der Friedrich-Ebert-Halle. Vorstellungen sind samstags, sonntags und an Silvester um 15 und 18 Uhr, an den Wochentagen um 15 Uhr und an Neujahr um 17 Uhr.