Kreis Bad Duerkheim Kinder stürmen die Piratenbucht

Das Frankenthaler Strandbad ist um eine millionenschwere Attraktion reicher: Hunderte von kleinen Wasserratten vom Baby- bis zum Grundschulalter haben am Samstag in friedlicher Mission das jüngst gestrandete Piratenschiff „Malaika II“ gestürmt.
Trotz eines wolkenverhangenen Himmels und wenig einladenden Badewetters gab es an der Piratenbucht einen größeren Menschenauflauf. „Guck mal, eine große Rutsche“, rief ein sichtlich begeisterter Junge seinem Freund zu. Im nächsten Augenblick hatte er die blau-weiß-rote „Malaika II“ auch schon erklommen und das neue Spielgerät ausprobiert. Schnell entdeckten die Nachwuchspiraten auch die Wasserkanonen. Mit zielsicherem Auge wurden die ersten Fontänen „abgefeuert“. Andere machten sich beim Waten durchs 27 Grad warme Wasser einen Spaß daraus, die Düsen zuzuhalten und mit einem Schwall zu öffnen. Doch auch für die Gäste, die sich die Füße nicht nass machen wollen, hat die Piratenbucht eine hohe Aufenthaltsqualität. Die Sitzgelegenheiten sind großzügig bemessen. Hölzerne Kabeltrommeln wurden zu Bistrotischen umfunktioniert. Und der modernisierte Sanitärbereich verfügt über einen Wickelraum. 1,63 Millionen Euro haben sich die Stadtwerke Frankenthal nach Angaben des Geschäftsführers Thomas Bollheimer die neue Erlebnisanlage – konzipiert für Kinder bis zum Grundschulalter – kosten lassen. Der Finanzrahmen sei ebenso eingehalten worden wie die Bauzeit von rund neun Monaten. Mit den Abrissarbeiten war im September 2014 begonnen worden. Der Karlsruher Architekt Helmut Schick ist von seiner Arbeit begeistert. Dank hervorragender Zusammenarbeit sei ein schönes Werk gelungen. „Sie haben eine außergewöhnliche Anlage, es gibt in der Bundesrepublik nichts dergleichen“, meinte er. Schick plant seit 35 Jahren Schwimmbäder.