Kreis Bad Duerkheim Kerzenglanz im Poppental
Zum zwölften Mal hat der Pfälzerwald-Verein Wachenheim am Freitag das Lichterfest im Poppental organisiert. Zahlreiche Kinder ließen ihrer Kreativität freien Lauf und nutzten die Gelegenheit, mit Teelichtern die verschiedensten Motive auf der Wiese zu gestalten. Wegen der anhaltenden Trockenheit wurde diese zuvor gewässert.
Bereits um 17 Uhr waren die ersten „Künstler“ vor Ort und begannen mit ihrer teilweise aufwendigen Arbeit. Nach Einbruch der Dunkelheit waren die Motive ausgelegt. Vom Schneemann über Eiffelturm, Dubbeglas, Weihnachtsbaum, Kerzen sowie Herzen in vielen Varianten reichte die Vielfalt der mehr als 25 Motive im hellen Lichterglanz. Die achtjährige Samira aus Wachenheim, die einen Schneemann ausgelegt hat, begründete ihre Idee damit, „dass bald Winter ist und ich mich auch auf Weihnachten freue“. Oma Claudia Wach, die beim Anzünden der Teelichter behilflich war, organisierte später noch eine Schatzsuche, bei der die Kinder anhand einer Karte verschiedene versteckte Gegenstände aufspüren mussten und sich zur Belohnung über einen Leuchtstab, den sie sich über das Handgelenk streifen konnten, freuten. Als es richtig dunkel war, kamen die „brennenden“ Kunstwerke auf der Streuobstwiese, die von Schwedenfeuern illuminiert wurde, erst so richtig zur Geltung. Ganz besonders gut zu erkennen war dabei das überdimensionale Strichmännchen von Max und Samuel, beide zwölf Jahre alt, die „mit wenigen Kerzen etwas ganz großes machen wollten“. Lukas Krauß (30), Vater von Samuel, ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen, selbst eine Figur zu gestalten. „Ich bin Pfälzer und wollte etwas Pfälzisches darstellen.“ Mit seinem Dubbeglas ist dies dem Winzer aus Lambsheim auch gelungen. Leonie und Lotte, beide drei Jahre alt, haben ein Herz geformt und mit der Hilfe von Opa Kurt die Kerzen angezündet. „Das haben wir uns selbst ausgedacht und es hat voll viel Spaß gemacht“, berichteten die kleinen Künstlerinnen. „So trocken wie dieses Mal war es bisher noch nie, wir haben sogar einen Teil der Wiese anfeuchten müssen“, berichtete der Erste Vorsitzende des Wachenheimer Pfälzerwald-Vereins, Stefan Stroh. Der lange Sommer mit der anhaltenden Waldbrandgefahr habe den Veranstaltern schon ein wenig Sorge bereitet, ergänzte er. Mit gefüllten Gießkannen und Eimern, die auf dem Gelände verteilt wurden, war man aber auf alles vorbereitet. „Wir wollen den Kindern bei uns das ganze Jahr etwas bieten und versuchen so, die Jugend an den Verein zu binden“ erklärte der Zweite Vorsitzende Kurt Bier. Die nächste Veranstaltung sei der Laternenlauf am 16. November am Mundhardter Hof vorbei mit Ziel Schutzhütte in den Weinbergen. Im Februar sei eine Wanderung mit Pfannkuchen-Essen geplant, in der Walpurgisnacht am 30. April gehe es wieder hinauf zum Hexenstein und im August sei das Waldfest geplant, ergänzte er. Als sich der Platz gegen 21.15 Uhr geleert hatte, zog Stefan Stroh eine zufriedene Bilanz: „Die Kinder hatten mal wieder viel Spaß und die Erwachsenen sind auch auf ihre Kosten gekommen.“