Wachenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Kauf von zwölf mobilen Luftfiltern beschlossen

Die Stadt Wachenheim will auch in das Straßennetz investieren.
Die Stadt Wachenheim will auch in das Straßennetz investieren.

Die Stadt Wachenheim kauft weitere zwölf mobile Luftfiltergeräte, um in Zeiten von Corona für gesünderes Raumklima sorgen zu können. Außerdem befasste sich der Stadtrat in seiner Sitzung am Montag auch mit Investitionen ins Straßennetz, der Erweiterung der Kita „Pusteblume“ und der Postfiliale in Wachenheim.

Seit Februar sorgen in der Kita „Pusteblume“ sogenannte Mobillüfter in jedem Raum für bessere Luft, angeschafft wurden sie vom Kita-Förderverein. Um der höheren Effektivität willen beschloss der Stadtrat, zwölf weitere Geräte für je 200 Euro zu kaufen. Nun gibt es ein Förderprogramm des Bundes für stationäre, raumlufttechnische Anlagen. Gefördert werden die Ausgaben für deren Planung und Montage mit bis zu 80 Prozent. Die Antragstellung ist bis 31. Dezember 2021 möglich. Da im Moment aber schwerlich Baufirmen zu bekommen seien, werde es bei allen nötigen Vorarbeiten selbst in 2022 knapp mit dem Einbau, verdeutlichte Bürgermeister Torsten Bechtel (CDU). Der Rat schloss sich der Meinung Arnold Nagels (FWG) an, hier zweigleisig zu fahren, beim Kauf der zusätzlichen Mobilgeräte zu bleiben und trotzdem einen Antrag für stationäre Anlagen zu stellen.

1,415 Millionen Euro soll die Stadt Wachenheim in den nächsten zehn Jahren in ihr 19,7 Kilometer umfassendes kommunales Straßennetz investieren. Das machte der Bericht des Vertreters der Gesellschaft für Straßenanalyse (GSA) deutlich. Die GSA hat alle Straßen in Gemeindebesitz in der Verbandsgemeinde untersucht.

Bei 15 Prozent der Wachenheimer Straßen ist die Restnutzungsdauer bereits überschritten, bei fünf Prozent läuft der optimale Zeitpunkt zum Eingreifen im nächsten Jahr ab, bei zwei Prozent in zwei Jahren, erläuterte der GSA-Vertreter den Stadträten, 80 Prozent des Wachenheimer Straßennetzes sind in Ordnung.

Zustandsbericht als objektive Grundlage

Bei Brücken wurde nur die Straßenoberfläche begutachtet, nicht die Brückenkonstruktion, ein Teil der Wirtschaftswege wurde ebenfalls erfasst. Nicht in den Zustandsbericht eingeflossen sind die klassifizierten Straßen. Das sei Sache des LBM, verdeutlichte Bürgermeister Bechtel. Mit dem Straßenzustandsbericht habe man wertvolle Handlungsempfehlungen anhand objektiver Grundlagen an die Hand bekommen, betonte der Bürgermeister.

Für die Erweiterung der Kita „Pusteblume“ hatte Architekt Martin Kerbeck im Dezember sehr kurzfristig einen nahezu fertigen Plan vorgelegt. Das war wichtig, um in den Genuss der 90-prozentigen Förderung durch den Bund zu kommen. Jetzt liegt eine Förderzusage von 165.000 Euro für die voraussichtlich 181.000 Euro teure Erweiterung vor, die der Sicherung von Kita-Plätzen dient. Bechtel dankte Fachbereichsleiter Stefan Schneider und dem Architekten, die den Zuschussantrag in aller Eile möglich gemacht hatten.

Die Postfiliale in Wachenheim bleibt bestehen, aber im alten Postgebäude soll ein Postpaketshop neu dazu kommen. Der Stadtrat vergab außerdem die Arbeiten zur Sanierung der Schlossgasse im Bereich der Anwesen 93 bis 97 für 168.500 Euro an die Firma Schön aus Kirchheimbolanden. Für den Bauhof wird ein Transportfahrzeug für 26.000 Euro brutto angeschafft. Auch der Anschaffung eines Häckslers für den Bauhof stimmte der Rat grundsätzlich zu. Doch die Ratsmitglieder wollten wissen, was es kosten würde, wenn der Häcksler einen leistungsstärkeren Motor hätte. Wenn ein Preis auf dem Tisch liegt, soll das weitere Vorgehen mit den Fraktionssprechern abgesprochen werden.

Die Tiefbauarbeiten für die Neuverlegung der Versorgungsleitungen „Am alten Galgen“ bis zur Trafostation wurden für 91.000 Euro vergeben. Karl-Heinz Hildenbrand (FWG) rückte für Margit Molle in den Haupt- und Finanzausschuss nach, sein Vertreter ist Werner Sepke.

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