Kirrweiler RHEINPFALZ Plus Artikel Kameras auf dem Autodach: Google kehrt zurück nach Kirrweiler

street view kopie

Nachklapp: Google dokumentiert wieder Straßen in der Südpfalz – auch Kirrweiler könnte bald mit neuen Ansichten auftauchen.

Inzwischen hat fast jeder sie irgendwann schon einmal gesehen, diese Autos mit den merkwürdigen Kameras auf dem Dach. Die Streetview-Autos von Google. Und die meisten wissen auch, was es damit auf sich hat. Die Aufnahmen, die da gemacht werden, ermöglichen den Nutzern der Google-Karten einen direkten Blick in die Straßen. Praktische Sache, wenn man sich beispielsweise die Lage eines Hauses oder einer Ferienwohnung ansehen will.

Überall möglich ist das freilich nicht. Es geht nur dort, wo die Streetview-Autos bereits durchgefahren sind und Aufnahmen gemacht haben. In Kirrweiler ist das beispielsweise die Hauptstraße, die Schloss-Straße, die Marktstraße und die Friedhofstraße. Auf diese Straßen lässt sich die kleine, gelbe Figur unten rechts am Kartenrand platzieren und dann ploppt der Blick in die Straße auf.

Kirrweiler auf der Liste der Orte

Ganz aktuell sind die Aufnahmen nicht. Sie zeigen das, was an jenem Tag zu sehen war, als das Streetview-Fahrzeug vorbeifuhr. In der Marktstraße in Kirrweiler beispielsweise sind die Bäume sommerlich grün und die Sonne scheint. Menschen, die mit dem Rad unterwegs sind, tragen kurze Hosen und kurzärmelige Hemden. Aus Datenschutzgründen sind ihre Gesichter verpixelt – genau wie die Nummernschilder der Autos.

Vielleicht wird es demnächst neue Fotos aus Kirrweiler geben. Denn die Gemeinde gehört zu den Orten, in denen die Autos wieder unterwegs sind. Wir wissen das nur zufällig, denn ein Bürger hat uns gefragt, ob wir als Journalisten herausfinden können, wann genau Google-Streetview in Kirrweiler unterwegs ist. Wir haben das gerne aufgegriffen und bei der Pressestelle nachgefragt. Doch leider ist das Ergebnis ziemlich dürftig. Hier die Antwort: „Wie lang und wann wir genau unterwegs sein werden, können wir nicht sagen, weil sich die Routen oft aufgrund von Faktoren wie Wetter, Fahrbedingungen, Dauer der Aufnahmen usw. ändern können. In manchen Regionen sind wir bisher nur die Hauptstraßen gefahren, in anderen beginnen wir oft im Stadtzentrum, um beliebte Innenstadtbereiche zu erfassen, und bewegen uns dann nach außen.“

Google bleibt vage

Das ist ziemlich genau das, was auf der Homepage von Google zu lesen ist. Dort wird auch der Zeitraum für die aktuelle in Rheinland-Pfalz geplanten Aufnahmen genannt: April bis Oktober. Und die Städte und Landkreise, in denen Google unterwegs ist, eine Liste, die 34 Namen umfasst.

Alles also ziemlich vage und nichtssagend. Klar ist aber: Wem das Standard-Verpixeln nicht ausreichend erscheint, der kann beantragen, dass das eigene Gesicht, Haus oder Auto unkenntlich gemacht werden. Das Unternehmen weist auf seiner Homepage selbst auf diese Möglichkeit hin: Unter „Richtlinien für Bildmaterial“ kann „Problem melden“ angeklickt und ein solcher Antrag gestellt werden. Rückgängig gemacht werden kann das allerdings nicht. Wer erst gar nicht riskieren will, dass Gesicht, Haus oder Auto bei Google-Streetview erscheinen, muss das Unternehmen vorab kontaktieren, per Mail an streetview_deutschland@google.com oder per Post an Google LLC c/o Google Germany GmbH, Betr. Street View, ABC-Str. 19, 20354 Hamburg.

Na dann: Mal gucken, ob es demnächst neue Ansichten aus Kirrweiler oder anderen Gemeinden der Südpfalz auf Google Maps zu sehen gibt ...

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