Kreis Bad Duerkheim Kaiserwetter für Königin

Die Weinmajestäten im Sektschloss: Katharina Weisbrodt von der Sektkellerei führte Laura Lahm, Katharina Staab, Charlotte Freibe
Die Weinmajestäten im Sektschloss: Katharina Weisbrodt von der Sektkellerei führte Laura Lahm, Katharina Staab, Charlotte Freiberger und Inga Storck (von links) auch durch den Rüttelkeller.

Die Deutsche Weinkönigin Katharina Staab von der Nahe und ihre beiden Weinprinzessinnen Charlotte Freiberger (Hessische Bergstraße) und Laura Lahm (Rheinhessen) sind gestern zum „Antrittsbesuch“ in der Pfalz eingetroffen. Während ihres Amtsjahres reist die nationale Weinhoheit in der Regel durch alle deutschen Anbaugebiete.

Das Trio hatte majestätische Eskorte: Die Pfälzische Weinkönigin Inga Storck, Auszubildende im Dürkheimer Weingut Darting, begleitete sie den Tag über zu verschiedenen Betrieben im Dürkheimer Raum. Am späten Nachmittag sollten sich zur Betriebsbesichtigung mit anschließendem Abendessen bei Holz-Weisbrodt in Weisenheim am Berg auch diverse örtliche Prinzessinnen dazugesellen. Es gibt Ämter, bei denen Arbeit und Vergnügen keine Gegensätze sind. Sondern wie zwei Seiten einer Medaille zusammengehören. Deutsche Weine aus den verschiedenen Regionen zu repräsentieren, gehört ganz sicher dazu. Wer würde behaupten, dass Wein- und Sektproben in renommierten Betrieben oder Reisen durch deutsche Landen nicht Spass machen? Gestern Morgen gegen elf zeigt sich die Pfalz in Wachenheim jedenfalls von ihrer schönsten Seite: Strahlend blauer Himmel, Reben, Wald und Stadt sind zart mit Schnee bedeckt. Einige Mandelbäume blühen bereits und geben einen Eindruck von der Landschaft im Frühling. Im historischen Schloss der Sektkellerei werden die Weinrepräsentantinnen angemessen von Katharina Weisbrodt in Empfang genommen – selbst ehemalige Weinprinzessin in Deidesheim. Zu Crémant Pfalz, Pinot Blanc de Noir und Riesling gibt es Infos zum Unternehmen und zur Sektproduktion im Haus sowie einen angeregten fachlichen Austausch zwischen den jungen Frauen. Für Katharina, Charlotte, Laura und Inga geht es allerdings nicht ausschließlich ums Vergnügen: Um die Weine und Sekte auf Messen, Festen und anderen Veranstaltungen im In- und Ausland bewerben zu können, brauchen sie fundierte Kenntnisse. Mit ihren jeweils zweitägigen Reisen in die 13 Anbaugebiete vertiefen die Weinhoheiten ihr Wissen um die regionalen Weine. Bei allen Vieren bilden qualifizierte Ausbildungen und praktische Tätigkeiten im Weinbau die Wissensbasis. Eine große Termindichte gehört dazu. Die Betriebstour in Wachenheim war bereits die zweite dieses Tages. Um 11 Uhr kamen sie mit einiger Verspätung aus Ellerstadt, wo sie bereits am frühen Morgen bei Markus Schneider vorbeigeschaut und dessen Weine kennengelernt haben. Zum Mittagessen treffen sich die vier Frauen mit dem Deutschen Weinbaupräsidenten Klaus Schneider aus Dirmstein in der „Gerümpelstube“, ehe sie im Dürkheimer Kurparkhotel eincheckten. Dort sollten sie übernachten, ehe sie heute früh um halb neun zu vier weiteren Stationen in der Südpfalz aufbrechen wollten. „Allein im Januar war ich 15 Tage unterwegs“, berichtet Katharina Staab – unter anderem in Zürich und auf der Grünen Woche in Berlin. Im Schnitt sei sie mehrmals pro Woche in Sachen Wein unterwegs. Da schlägt das Pendel zwischen Arbeit und Vergnügen womöglich doch ab und an eher etwas einseitig aus ...

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