Kreis Bad Duerkheim Interview: „Alle Rieslinge sind willkommen“

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«Grünstadt.» Der Tourismusverein „Leiningerland – Das Tor zur Pfalz“ sucht den „Königsriesling des Leiningerlandes.“ Winzer aus Grünstadt und der Verbandsgemeinde Leiningerland können bis 15. Juni Rieslinge einreichen, eine Jury trifft eine Vorauswahl. Die Sieger-Weine werden den Besuchern des Erlebnistages Deutsche Weinstraße Ende August zum Bewerten angeboten. Königsriesling wird der Wein, der die meisten Punkte bekommt, sagt Tourismusvereins-Geschäftsführer Matthias Kunkel (36) .

Kabinett, Spätlese, Auslese, Literwein, Gutswein, Ortswein – welcher Wein hat überhaupt das Zeug zum Königsriesling?

Da gibt’s gar keine Beschränkungen, wir wollen nichts vorschreiben. Die Winzer sollen einfach sagen: „Das ist der beste Riesling aus meinem Haus und den reiche ich ein.“ Ich muss dazu sagen, ich bin nicht der große Weinkenner, aber: Alles, was Riesling ist, ist willkommen. Es kann auch die Literflasche sein. Und wer entscheidet, welche Weine den Besuchern des Weinstraßenerlebnistags angeboten werden? Eine neutrale und unabhängige Jury. Bernhard Schandelmaier vom DLR Rheinpfalz in Neustadt ist dabei, außerdem werden wir schauen, dass wir regionale und überregionale Sommeliers und Restaurantchefs und Vertreter von Weinlabors dazu holen. Hinzu kommen amtierende oder ehemalige Weinhoheiten. Die Weine werden neutral, mit nummerierten Flaschen ohne Etikett probiert. Wie viele Weine kommen weiter? Da haben wir keine Beschränkung. Aber irgendwann verliert man als Weinstraßenerlebnistag-Weinverkoster doch den Überblick, wenn zu viele Weine vor einem stehen und man sich dann auch noch entscheiden soll, welcher der Beste ist. Ja, klar. Es sollten nicht so viele sein, dass Otto-Normal-Gast es nicht mehr überschauen kann. Aber wir sagen jetzt nicht im Vorfeld schon: es sollen fünf, zehn oder 15 sein. Warum sucht der Tourismusverein überhaupt einen Königsriesling? Das Ziel ist, zu zeigen, dass der Verein schlagkräftig ist und was tut. Der Erlebnistag ist die optimale Plattform, um sich zu präsentieren. Und für den Winzer gibt es zwei Dinge, mit denen er punkten kann: Erstens stellt er sich dem Wettbewerb und zweitens kann er dadurch auch zeigen: Ich habe Interesse daran, das Leiningerland zu bewerben und bei Aktionen mitzuziehen. Die Idee reifte auch, weil das Motto des Erlebnistages dieses Jahr „König Riesling“ ist.

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