Nachklapp
Iggelbach hat zwar wenig Wasser, aber dennoch viel Grund zum Feiern
Welche eine Woche für den Elmsteiner Ortsteil Iggelbach! Am Mittwoch die Supernachricht aus Berlin: Der Bund schießt gut 2,2 Millionen Euro zur Sanierung des denkmalgeschützten Dorfgemeinschaftshauses bei. Damit kann das Alte Schulhaus zu neuem Leben erweckt werden. Er habe Freudentänze aufgeführt in seinem Büro in Sembach, erzählte Elmsteins Ortsbürgermeister Rene Verdaasdonk. Denn für das soziale Leben in einem kleinen Ort sei es doch ungemein wichtig, dass es einen Treffpunkt gebe. „Das ist viel mehr als eine Baumaßnahme“, betont er. In so einem Treffpunkt „entsteht Identität“. Deshalb werde er sich dafür einsetzen, das sich möglichst viele Bürger bei der Sanierung auch ehrenamtlich einbringen.
Am gleichen Tag allerdings riefen die Verbandsgemeindewerke eine Krisensitzung ein. Der Grund: Die Quelle in Iggelbach liefert nicht mehr genügend Wasser. Das ist kein Drama. In Elmstein gibt es ausreichend Wasserreserven, die angezapft werden können. Das Problem wird sich auch bald erledigt haben, denn eine zusätzliche Verbindungsleitung ist längst geplant, und mit dem Bau soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Und doch ist es ein Zeichen, das zu denken geben sollte. Der Klimawandel macht sich immer stärker bemerkbar, und die Trockenheit hat Folgen.
Trotz des Ernstes der Lage an dieser Stelle ein nicht ganz ernst gemeinter Hinweis. In Iggelbach ist an diesem Wochenende Kerwe. Selbst wenn es nur eine Corona-Ersatzkerwe ist: Wer braucht da schon Wasser. Zumal es ja Grund zum Feiern gibt. Siehe oben.
Kathrin Keller