Kreis Bad Duerkheim „Ich liebe die offene Diskussion“
„Ich denke, dass ich persönlich und mit Inhalten der Partei etwas bewegen kann“, sagt Frank Mehlmer. Er tritt für die neue pro-europäische Partei Volt an. Eine Amtszeit saß der 53-Jährige für die Wachenheimer Liste im Stadtrat. Nun möchte er Bürgermeister werden. Und damit auch etwas zurückgeben dafür, dass er sechs Kinder in Wachenheim großziehen konnte, sagt er. Der Freundeskreis habe ihn und seine Familie auch durch die schwere Zeit nach dem Tod seiner ersten Frau getragen. Als Vater einer Patchworkfamilie mit Kindern im Alter von 16 bis 24 Jahren, sieht er sich gut für Organisatorisches gerüstet. „Ich weiß, was Krisenmanagement ist“, sagt Mehlmer und verweist in diesem Zusammenhang auch auf seinen früheren Beruf als international tätiger Unternehmensberater. Beruflich ist er inzwischen Coach für Menschen, die sich persönlich oder beruflich verändern möchten. Dabei nutzt er die Mittel der Hypnose. Seine Stärken seien Zuhören, Empathie und der Mut anders zu denken. „Ich liebe die offene Diskussion“, sagt er. Seit 1997 wohnt Mehlmer in Wachenheim. Hier gebe es viel Potenzial, das genutzt werden könne. „Stadtentwicklung ist nicht unbedingt Instandhaltung“, sagt er. Es sei ihm ein inneres Bestreben, Leute zur politischen Mitarbeit zu motivieren. Zunächst online mit dem Wachtenblog. Seit einiger Zeit versuche er mit der Facebook-Gruppe „VG Wachenheim – Forum“, Leute zu bewegen, ihre Meinung zu äußern. Die würden in der Wachenheimer Politik einen „gefühlten Stillstand“ wahrnehmen. Aufgrund seiner großen Familie sei er „jugendlich“ vorbelastet. Es sei ihm eine Herzensangelegenheit, dass die Jugend politisiert und früh beteiligt werde. Seine Bemühungen um einen Jugendbeirat sieht er in der Vergangenheit stiefmütterlich behandelt. Politik solle unter „größtmöglicher Beteiligung der Bürger“ gemacht werden, findet er. Privat geht Mehlmer gerne ins Kino oder auf Städtereisen mit seiner Frau. Außerdem grille er „außergewöhnlich gerne“.