Deidesheim
Hoteldirektor Volker Köhler hatte schon als Kind eine Leidenschaft fürs Wandern
Die Natur ist Volker Köhler seit frühester Kindheit vertraut. Sein Vater war begeisterter Jäger, sein Onkel sogar Förster. „Ich war schon als kleiner Junge immer gerne draußen“, erzählt Köhler. Er stammt aus dem Taunus direkt vor den Toren Frankfurts. „Ich kam sehr früh intensiv mit der Natur in Verbindung. Das ist auch bis heute geblieben.“
Der 50-Jährige, der seit November 2018 Hoteldirektor des Maxx by Steigenberger im Paradiesgarten ist, hat seit frühester Jugend eine Leidenschaft für das Wandern. „Wir sind mit den Eltern nie geflogen, sondern einfach in die Berge gefahren. Ich bin so zu einem Wanderjungen geworden“, erinnert sich der gebürtige Hesse an die ersten Wanderurlaube in den Bergen um Zell am See oder Kaprun in Österreich. Aber die Region um Deidesheim hat er nie aus den Augen verloren.
Lieblingsstrecke durch die Weinberge
Bis zu seinem Dienstantritt in der Pfalz war Köhler Direktor des Steigenberger Hotels Frankfurt-Langen. Seine Karriere begann er als kaufmännischer Angestellter der Steigenberger Flughafen Restaurants. Dort lernte er seine beiden Vorgänger auf dem jetzigen Chefsessel, Uwe Troll und Erich Golla, kennen. Nach einer kurzen Zwischenstation im Steigenberger Hotel and Spa in Bad Pyrmont stieg der Hotel-Profi 1998 als Verwaltungsleiter im Steigenberger Hotel Frankfurt-Langen ein. Zwei Jahre später übernahm er die stellvertretende Direktion des Hotels. „Ich habe ein Stück Steigenberger miterlebt und möchte die Geschichte des Hauses in Deidesheim fortschreiben“, sagt Köhler.
Das Haus und die Region ist für ihn zu einer Herzensangelegenheit geworden. Köhler ist auch ein Genussmensch. Gutes Essen und Trinken und damit die Einkehr gehören für ihn bei einer Wanderung einfach dazu. „Ich war bis zu meinem Wechsel nach Deidesheim oft als Gast gerne hier. Jetzt genieße ich es umso mehr, wenn ich hier beruflich tätig sein kann“, erzählt er. Seine Lieblingsstrecke hat er längstens auserkoren. Wenn sein Ehepartner Detlef oder Freunde zu Besuch kommen, dann geht es meist durch das beschauliche Deidesheim, am historischen Rathaus, dem ältesten Gasthaus der Pfalz, den Marktplatz und an den renommierten Weingütern vorbei in Richtung Forst, wo dann das Rebenmeer in den Vordergrund rückt.
Immer im Kontakt
„Es ist einfach eine Strecke, die leicht zu gehen ist, auch für Menschen mit Handicap“, erzählt Köhler. „Dazu verbindet die Tour viel Kulturelles und Kulinarisches.“ Darauf legt er besonderen Wert. Denn er liebt den Dreiklang: das Miteinander der Weingüter, der Gastronomie und der Hotellerie. Dazu will er seinen Gästen die Vorzüge der Region wie die Rieslingschorle, die Pfälzer Spezialitäten bis hin zu den besonderen Sekten, die auf diesem Landstrich erzeugt werden, näherbringen.
Die Einkehrmöglichkeiten in Deidesheim, Forst und Wachenheim bieten die Möglichkeit, mit anderen in Kontakt zu kommen. „Das macht doch gerade die Pfälzer Gastlichkeit aus“, erzählt der Hoteldirektor. Er hat die Region nicht nur schätzen, sondern auch lieben gelernt. „Sie ist zu Recht die Toskana Deutschland. Dort wo an den Sandmauern Zitronen-, Orangen- und Pfirsichbäume gedeihen. Dazu noch die Feigen und Mandeln. Viele wissen nicht, was hier alles wächst“, erklärt Köhler begeistert.
Der Weg durch die Weinberge, ist für ihn auch die Chance, Kraft für den Alltag zu tanken, aber auch neue Ideen zu entwickeln. Bei den abendlichen Spaziergängen weicht Labrador-Mischling Cira nicht von seiner Seite. Und dieser hat auch seinen festen Platz neben seinem Schreibtisch im Hotel. Dort hat Köhler sein Domizil gefunden. Gelegentlich reist er am Wochenende in seine Heimat in der Nähe von Frankfurt. „Aber meist ist mein Partner am Wochenende zu Besuch in Deidesheim. Denn wir mögen beide zu sehr die Region“, sagt Köhler. Der Hotelfachmann will auch nahe an den Gästen sein. Denn nach dem Lockdown geht es wieder aufwärts. „Die Touristen kommen gerne, gerade viele Familien, jung oder alt. Sie wollen hier wandern oder radfahren, aber auch die Weingüter und Gastronomie besuchen“, berichtet Köhler. Und seine persönliche Lieblingstour empfiehlt er bei Nachfrage auch seinen Gästen.

