Kreis Bad Duerkheim Hotel, Tourismus und Jugend

Projekte in der Innenstadt, wie hier am Marktplatz, oder etwa im Oberstnest sollen Wachenheim attraktiver machen.
Projekte in der Innenstadt, wie hier am Marktplatz, oder etwa im Oberstnest sollen Wachenheim attraktiver machen.

„Wir wollen Wachenheim unter Wahrung seines besonderen kulturellen Erbes weiterentwickeln“, sagt Torsten Bechtel von der CDU. „Bisher konnten wir einiges erreichen für Burg, Stadtmauer, Kirchen und den historischen Stadtkern. Wir haben das Förderprogramm zur Stadtsanierung und steuerliche Vorteile beschlossen, die Grundlage für die positive Entwicklung unserer Altstadt sind und bereits wirken.“ Für die nächsten Jahre will die CDU alle Straßen Wachenheims von Durchgangsverkehr entlasten. „Rund um den Rathausplatz möchten wir ein kleines Zentrum entwickeln, in das Stadthalle und Postgebäude integriert sind.“ Den Marktplatz will die CDU öffnen und „als zentralen Platz der Altstadt besser erlebbar machen“. Am Oberstnest hinter der Schule sollen mit Bund und Land zentrumsnahe Parkplätze realisiert werden, um den Stadtkern zu entlasten. „Dort setzen wir uns für ein Ärztehaus, ein Café und ein kleines Hotel ein. Zur Stadtentwicklung gehören für uns auch das Neubaugebiet Schwabenbach, die Erweiterung des Gewerbegebiets mit einem neuen Supermarkt und schnelles Internet für alle.“ „Die Entwicklung der Stadt kann leider nur in der Weiterentwicklung im Fremdenverkehr bestehen, da eine gewerbliche Weiterentwicklung kaum möglich ist“, sagt Jürgen Rohr von der SPD. „Das heißt, die Stadt muss im Fremdenverkehrsangebot attraktiver werden. Der Fremdenverkehrsverein muss hier auch in Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen neue Schwerpunkte bei Veranstaltungen, in der Gastronomie und im Weinbau entwickeln.“ Hilfreich hierbei sei, dass im Bereich der Altstadt die Bausubstanzverbesserung durch Zuschüsse massiv unterstützt wird. Aufgrund der geografischen Lage und des „unzureichenden ÖPNV-Angebots“ sei es der SPD wichtig, ein besseres Verkehrsangebot, vor allem für ältere Bürger umzusetzen. Ein Bürgerbus sollte ehrenamtlich betrieben werden, könnte eventuell in der Ehrenamtsagentur aufgehen. Fahrtrouten und Ziele sollen dem Bedarf der Fahrgäste angepasst sein und nur in der Verbandsgemeinde und dem engen Umfeld liegen. Die Freie Wählergemeinschaft setzt sich für die Umsetzung eines Stadtentwicklungskonzeptes ein. Laut Spitzenkandidat Arnold Nagel müssen dabei in Sachen Infrastruktur ein klimafreundliches Mobilitätskonzept, die Einführung von Wiederkehrenden Beiträgen, der Hochwasserschutz im Poppental, eine Nachhaltigkeitsprüfung aller Investitionen und der Ausbau erneuerbarer Energie berücksichtigt werden. Zur Daseinsvorsorge sei ein neuer Stadtkern mit zentrumsnaher Grundversorgung, ein Medizinisches Versorgungszentrum, sozialer Wohnungsbau und Schutz der Artenvielfalt in der Natur wichtig. Des Weiteren gehört für die FWG die Vereinbarkeit von Familie und Beruf dazu, für die die Erweiterung der Krippenplätze, ein Mehrgenerationengebäude, und ein Glasfaseranschluss für die ganze Stadt wichtig ist. Bürgerbeteiligung möchte die FWG mit Jugendparlament, Seniorenbeirat und Transparenz umsetzen. Ein Hotel als Ankerpunkt „Wachenheim ist ein wundervoller Ort. Ich lebe seit zehn Jahren mit meiner Familie hier und es gefällt uns sehr gut“, sagt Sonja Teschner von den Grünen. Dennoch möchte sie sich in Wachenheim für lokale Senioren-Wohnprojekte, Pflegebedürftige und generationsübergreifendes Wohnen einsetzen. Des Weiteren ist für sie Biodiversität wichtig. „Mehr insektenfreundliche Bepflanzung von öffentlichen Flächen und bessere Biotopvernetzung innerhalb der Kommune finde ich wünschenswert“, sagt die Spitzenkandidatin in der Stadt. Jugendliche sollten mehr mitbestimmen können. Selbsterzeugte und umweltfreundliche Energie erhöhe die Versorgungssicherheit und verbessere die Lebensqualität für alle. Mit einem Hotel „als Ankerpunkt“ möchte die FDP „die Grundlagen zur Ansiedlung kleiner Gewerbe schaffen“, sagt Manfred Bühler. Dazu gehöre die Förderung von Breitband- und Mobilfunkausbau, um die Stadt fit für die Industrie 4.0 zu machen. „Die Sanierung der Stadthalle ist lange überfällig. Wir setzen uns dafür ein, in der Stadthalle auch neue Gemeinschaftsräume zu schaffen, zum Beispiel für die vielen Vereine und ehrenamtlichen Initiativen der Stadt Wachenheim.“ „Stadtentwicklung ist für mich nicht nur eine bauliche Entwicklung einer Stadt, oder ihrer Infrastruktur, sondern Stadtentwicklung ist für mich auch, das Engagement der Bürger zu fördern, die Jugend ein zu binden und alle Kräfte zu aktivieren, die zu einer positiven Stadtentwicklung beitragen können“, sagt Frank Mehlmer, der für die neue Partei Volt antritt. Wichtig sei unter anderem Bürgerbeteiligung, ein transparentes Verwaltungshandeln, ein Integriertes Tourismus-, Verkehrs-, Einzelhandelskonzept im Dialog mit Bürgern und Gewerbe, und ein nachhaltiger Tourismus, der die Belange von Touristen und Einheimischen ernst nimmt.

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