Lambrecht
Hopsegarten auf dem Schulhof
Der Hopsegarten wurde jetzt freigegeben, und die Kinder durften das neue Angebot gleich mal ausprobieren. Der Elternbeirat und der Förderverein der Schule hatten das Projekt initiiert und die Spielfläche angelegt.
Eine „Asphaltwüste“ sei der Schulhof bisher gewesen, sagte Schulleiterin Anke Huber bei der Freigabe. Seit Jahren habe es immer wieder den Wunsch gegeben, dass aus dieser Asphaltwüste ein „naturnaher Platz zum Spielen wird“, doch keiner habe sich vorstellen können, das zu realisieren. Dank des Schulelternbeirats und vor allem der engagierten Vorsitzenden Nina Winter sei dieser „Traum“ nun wahr geworden.
Der Elternbeirat hatte für die Umgestaltung einer Teilfläche des Schulhofs Fördermittel bei einem Projekt des Deutschen Kinderhilfswerks beantragt, doch ohne Erfolg. Schulelternbeirat und Förderverein entschlossen sich, das Projekt trotzdem umzusetzen. Huber erinnerte daran, dass die Jungen und Mädchen viele Vorschläge für die Gestaltung der Schulhoffläche gemacht hätten. Aus diesen Vorschlägen hätten die Klassensprecher dann ausgewählt und sich für einen Platz zum Klettern entschieden.
Eltern haben 300 Arbeitsstunden geleistet
Die Mitarbeiter des Bauhofs rissen den Asphalt heraus. Die Planung erstellten ehrenamtlich die Väter Christian Bertram, Nicolas Lachat und Roland Roese, die auch die „Bauleitung“ übernahmen. Der erste Arbeitseinsatz von Eltern war nach Angaben von Winter am 3. September. 25 Väter und Mütter investierten etwa 300 Arbeitsstunden, ohne die Zeit für Planung und Vorbereitung. Auch einige Kinder packten mit an, so Huber. Neben Winter kümmerten sich Christian Klüpfel, Nina Obermann, Sandra Schröder und Christian Winkler um die Organisation. Die Schulleiterin sowie die Lehrerinnen Annika Dengel und Eva Kalckbrenner unterstützten die Eltern.
Entstanden ist eine Fläche mit mehreren Baumstämmen, auf denen balanciert und über die geklettert werden kann. Außerdem gibt es ein grünes Klassenzimmer mit einer Tafel und dicken Baumstämmen, auf denen die Schüler sitzen können sowie eine Kletterwand, die Christian Bertram geplant hat. Diese dürfen die Kinder aber noch nicht benutzen, weil sie noch nicht ganz fertig ist. Bertram nämlich habe etwas umgeplant, nachdem man sehr schöne Holzstämme für die Kletterwand bekommen habe, so Winter. Mit Ausnahme der Kletterwand sei der Hopsegarten vom TÜV abgenommen. Rund 5000 Euro seien an Kosten angefallen. Finanziert worden sei das Projekt zum Teil aus Rücklagen des Fördervereins, zum Teil aus Spenden (2400 Euro).
Mit Liedern, Gedichten und einem selbstgemalten Plakatbedankten sich die Jungen und Mädchen bevor sie den Hopsegarten stürmten. Wie Winter berichtete, soll ein „Schuldienst“ aus Lehrerinnen und Kindern den Hopsegarten sauber halten.