Hassloch
Holiday Park schließt Klage nicht aus
Ein strenges Hygienekonzept, ein eigenes Testzentrum und höchstens die Hälfte der sonst üblichen Besucherzahl: So dürfe der Heide-Park Soltau unter Auflagen wieder öffnen, hat das Verwaltungsgericht Lüneburg in einem Eilverfahren vorläufig festgestellt. Angesichts des Konzepts des Heide-Parks schränke das bisherige Öffnungsverbot aufgrund der niedersächsischen Corona-Verordnung den Park unverhältnismäßig ein.
Ein Beschluss, der seit Mittwoch auch den Holiday Park wieder hoffen lässt. Auch wenn dieser noch nicht rechtskräftig ist, weil das Land Niedersachsen noch zwei Wochen lang Beschwerde beim zuständigen Oberverwaltungsgericht einlegen kann. Von der Klage in Niedersachsen wusste Bernd Beitz, Verwaltungsleiter des Holiday Parks Haßloch, schon vorab: Beide Parks „und noch viele weitere“ tauschen laut Beitz innerhalb des Verbands Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen (VDFU) ständig Erfahrungen aus. „Wir begrüßen die Entscheidung natürlich, auch wenn sich derzeit quasi täglich etwas an den Corona-Bestimmungen ändert“, bestätigt Beitz auf RHEINPFALZ-Nachfrage. Man stehe, wie noch vier bis fünf weitere große Parks, seit zwei Wochen ebenfalls in regem Austausch mit der Kanzlei, die auch der Heide-Park beauftragt habe.
Die Argumentation teilen sich im Grunde alle Betreiber, macht Beitz klar: „Wir wollen nicht in einer völlig unsicheren Corona-Lage öffnen, aber sobald Zoos und Museen wieder aufmachen dürfen, möchten wir das auch.“ In einer ersten Phase sei man „dann auch bereit, auf die Innenbereiche vorerst weiter zu verzichten“.
Das Corona-Hygienekonzept des Holiday Parks/Plopsa sei „längst bewährt und von den Besuchern akzeptiert“ gewesen, argumentiert Beitz. Zunächst wolle man sich aber in einem weiteren Brief an die Landesregierung wenden, „um vielleicht doch noch ohne den Klageweg auszukommen“, betont der Verwaltungsleiter. Ein erstes Schreiben an das Land sei „leider unbeantwortet“ geblieben.
