Elmstein RHEINPFALZ Plus Artikel Hoffnung auf Zuschüsse für Verbesserungen am Möllbachweiher

Der Möllbachweiher ist über viele Jahre kaum gepflegt worden.
Der Möllbachweiher ist über viele Jahre kaum gepflegt worden.

Der Möllbachweiher in Elmstein ist in einem schlechten Zustand. Eine Machbarkeitsstudie soll helfen bei der Frage, wie es mit dem Gewässer weitergehen soll.

Die Gemeinde hat den Weiher, in den das Wasser vom Möllbach fließt, im vergangenen Jahr von dem bisherigen privaten Besitzer gekauft. Der Weiher am Ortsende von Elmstein in Richtung Mückenwiese wurde seit Jahren kaum gepflegt, ist teilweise zugewuchert und gefüllt mit Sedimenten.

Ziel der Gemeinde sei es, den Zustand des Gewässers und des Umfelds zu verbessern, sagt Ortsbürgermeister Rene Verdaasdonk. Dies aus ökologischen Gründen, aber auch, um den Möllbachweiher für Bürger und Touristen wieder attraktiver zu machen. Dabei will die Gemeinde an einen alten Plan anknüpfen.

Alter Plan soll helfen

Vor etwa 15 bis 20 Jahren hatte sich ein damaliger Mitarbeiter der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd intensiv für die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie in der Verbandsgemeinde Lambrecht eingesetzt. Zu seinen Forderungen gehörte unter anderem der Bau einer Fischtreppe am Möllbachweiher zur Verbesserung der Durchgängigkeit des Gewässers für Fische und Kleinlebewesen. Zur Umsetzung sei eigens ein Grundstück gekauft worden, die Fischtreppe sei aber nie realisiert worden, so Verdaasdonk.

Auf Grundlage dieser Idee könnten Zuschüsse für eine Verbesserung des Weihers beantragt werden. In einer Machbarkeitsstudie, die von einem Ingenieurbüro erstellt wurde, wird vorgeschlagen, statt einer Fischtreppe einen so genannten Raugerinne-Beckenpass, eine Art Fischrampe, anzulegen. Dieser trage ebenfalls zur besseren Durchgängigkeit des Gewässers bei, sei aber naturnaher als eine Fischtreppe, erklärte Verdaasdonk. Die Betonsteine einer Fischtreppe seien nicht schön und würden nicht zur Wappenschmiede passen, die sich in unmittelbarer Nähe befindet. Bei einem Raugerinne-Beckenpass werden die einzelnen Becken durch Blocksteine voneinander abgetrennt. Zudem koste ein Raugerinne-Beckenpass weniger als eine Fischtreppe.

Studie enthält Vorschläge

Für Maßnahmen zur Verbesserung der Durchgängigkeit von Gewässern im Sinn der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie gibt es Fördermittel, unter anderem aus der Aktion blau plus. Damit in Verbindung wäre es wahrscheinlich möglich, auch Fördermittel für Sanierungs- und Umgestaltungsarbeiten am Weiher zu beantragen, sagt Verdaasdonk. Dazu enthalte die Machbarkeitsstudie Vorschläge, darunter eine Wasserspielfläche.

Der Rat soll nun beraten, ob und wie die in der Studie genannten Möglichkeiten umgesetzt werden sollen. Auch muss geklärt werden, ob die zuständigen Behörden zustimmen, und die Gemeinde Fördergelder bekommt.

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