Elmstein RHEINPFALZ Plus Artikel Helmbacher Brandruine immer noch Thema

Bauschutt erinnert immer noch an das 2015 abgebrannte und im November eingestürzte Gebäude.
Bauschutt erinnert immer noch an das 2015 abgebrannte und im November eingestürzte Gebäude.

Eine Brandruine hatte in der Annexe Helmbach Anfang November zu einer Straßensperrung geführt, weil Steine aus der Giebelwand auf die Straße fielen. Inzwischen ist das Haus abgerissen, der Bauschutt liegt jedoch noch auf dem Gelände.

Rene Verdaasdonk, seit 2019 Ortsbürgermeister in Elmstein, sagt, das 2015 abgebrannte Gebäude beschäftige ihn von Beginn seiner Amtszeit an. „Das hätte viel schlimmer ausgehen können“, sagt er mit Blick auf den Einsturz der Wand in der Nacht auf den 10. November. Menschen wurden dabei nicht verletzt. Tagsüber hätten die Steine aber Fußgänger, Radfahrer oder Autofahrer treffen können.

Nur zehn Tage vor dem Vorfall habe er zum wiederholten Mal die Kreisverwaltung auf die Gefahr hingewiesen, die von der Ruine ausgeht, sagt Verdaasdonk. In einer Mail vom 2. November habe er mitgeteilt, dass die Wand einstürzen könnte.

Einsturz vor Ablauf der Frist

Kreissprecherin Sina Müller bestätigt das. Die Verwaltung habe daraufhin den Besitzer am 9. November schriftlich aufgefordert, den Gefahrenbereich abzusperren und das einsturzgefährdete Dach zu beseitigen. Dazu sei ihm eine Frist bis 20. November gesetzt worden. Die Giebelwand stürzte dann allerdings bereits in der Nacht auf den 10. November ein.

Die Brandruine beschäftigt sowohl die Ortsgemeinde als auch den Kreis schon länger. Im März hatte die Gemeinde den Bereich vom Bauhof absichern lassen, weil der Putz bröckelte. Zur Straße hin waren Warnbaken aufgestellt worden. Die Kreisverwaltung hatte damals mitgeteilt, dass sie den Eigentümer bereits zweimal angeschrieben habe mit der Aufforderung, sein Haus zu sichern. Er habe dafür zu sorgen, dass nichts mehr auf den ohnehin schmalen Gehweg fallen kann. Als nächsten Schritt kündigte der Kreis eine förmliche Verfügung an.

Und auch schon zuvor, im Dezember 2019, sei ein Baukontrolleur der Kreisverwaltung vor Ort gewesen, so Kreissprecherin Müller. Auch zu diesem Zeitpunkt hätten Teile des Verputzes auf dem Gehweg gelegen. „Eine Einsturzgefahr wurde zu dem Zeitpunkt aber nicht festgestellt“, betont Müller. Der Eigentümer sei aufgefordert worden, den Verputz auf dem Gehweg zu beseitigen und dafür zu sorgen, dass nicht noch mehr von der Ruine herunterfällt. Die Kreisverwaltung habe nur die Aufgabe, sich bei akuter Gefahr einzuschalten, betont Müller. Jeder Eigentümer habe die Verpflichtung, dafür zu sorgen, dass von seinem Besitz keine Gefahr für die Allgemeinheit ausgeht.

Keine akute Gefahr mehr

Nach dem Einsturz im November habe das Technische Hilfswerk das Gebäude so abgesichert, dass keine akute Gefahr mehr bestanden habe, erklärt Müller. Die Kreisverwaltung habe den Eigentümer dann aufgefordert, das Dach zu entfernen und die Wände auf zwei Meter zurückzubauen, so dass keine Gefährdung von dem Gebäude mehr ausgehen könne.

Zwischen 4. und 7. Dezember sei der an der Straße stehende Bereich des Anwesens schließlich abgerissen worden. Im hinteren Bereich stünden jedoch noch Gebäudeteile. Am 10. Dezember sei der Mann aufgefordert worden, das Gelände mit einem Bauzaun zu sichern.

Stefan Herter, Sprecher der SWG-Fraktion im Elmsteiner Gemeinderat, teilte in der jüngsten Ratssitzung mit, dass direkt am Speyerbach Sondermüll liege, der von der Brandruine stamme. Der Kreisverwaltung sei das nicht bekannt, sagte Müller. Sie kündigte jedoch an, dass ein Mitarbeiter der Kreisverwaltung noch vor Weihnachten die Stelle kontrollieren werde.

Bauschutt in der Nähe des Speyerbachs

Ortsbürgermeister Verdaasdonk erklärte auf Anfrage, dass der Bauschutt nach dem Abriss auf dem Gelände verblieben sei und sich damit in unmittelbarer Nähe des Speyerbachs befinde, wo das Haus gestanden habe. Nach seiner Einschätzung handele es sich aber nicht um Sondermüll. Herter indes sieht die Gefahr, dass Schadstoffe in das Gewässer gelangen. Die Kreisverwaltung werde dies überprüfen, sagte Müller zu.

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