Kreis Bad Duerkheim „Hahn und Henne“ überaus filigran
Bunte Bänder am Geländer und Blumenarrangements wiesen am Wochenende den Weg zur 39. Ostereier-Ausstellung in der Ludwigskapelle in Wachenheim. Veranstalter war der Kulturverein. Große Straußeneier, mittlere Hühner-, Enten und Gänseeier und ganz kleine Wachteleier – alle waren sie kunstvoll und in ganz verschiedenen Ausführungen gestaltet und schön anzusehen.
Obwohl der Grundstoff der Kunstwerke bei allen der gleiche war, nämlich Eier aller Größen, die daraus entstandenen Kunstwerke präsentierten sich dennoch überaus individuell und vielfältig. Der Tiffany-Technik hatte sich beispielsweise Karin Johann aus Wachenheim verschrieben. Aus großen Straußeneiern waren „Fenster“ herausgesägt und mit Draht und Buntglas verziert. Ihre kleinsten Eier hatte Johann in Nester aus Brombeer- und Weidenruten gelegt. Äußerst filigran dekoriert waren die bunt gefärbten Hühnereier von Brigitte Kühne. In gestochen feiner Sütterlinschrift waren ihre rot oder blau gefärbten Hühnereier mit Ostersprüchen in Kratztechnik auf einer Seite bedeckt, die andere Seite zierte ein Bild. Geburtstagseier waren die Spezialität von Erika Kanzler. Ihre Eier waren mit bäuerlichen Motiven bemalt und enthielten ein ausziehbares Spruchband. „Igel und Garten“ oder „Hahn und Henne“ lauteten die Titel der mit Scherenschnitten gestalteten Eier von Dagmar Bechtold, die daneben hübsch gefaltete Kleinigkeiten in Origami-Technik anbot. Die Organisatorin der Ostereierausstellung, Rita Molitor-Bielitz, präsentierte wieder ihre bunten, im Hundertwasser-Stil bemalten Eier in allen Größen. Zum dritten Mal mit von der Partie war Cornelia Schirner mit ihren weißen Richelieu-Eiern. Ihren Namen haben sie von den üppigen Krägen der damaligen Zeit mit ihren Lochmustern. Die präzise gefrästen Lochmuster waren zusätzlich mit einem speziellen Wachs verziert. Übrigens: Die Besucher der Ausstellung waren überwiegend weiblich.