Hassloch RHEINPFALZ Plus Artikel Guggemol: Zweifelhafte Großzügigkeit

Rückstände im Einkaufswagen.
Rückstände im Einkaufswagen.

Alle denken nur noch an sich selbst? Nicht immer. Autos werden beim „Carsharing“ geteilt. Und Essen beim „Foodsharing“. Bilder werden in den sozialen Medien geteilt. Aber das Teilen der Alltagsmaske? Nett, aber nein danke!

Dieses zweifelhafte „Angebot“ in einem Einkaufswagen in Haßloch ist wahrscheinlich auch eher der Bequemlichkeit eines Mitmenschen geschuldet als dem Motiv der Hilfsbereitschaft mitten in der Corona-Prävention: Da hat wohl jemand nach dem Einkauf seinen Warenkorb zum Papierkorb gemacht und sowohl die vermutlich benutzte Maske als auch den Kassenbon einfach in selbigem zurückgelassen. Warum auch alles ordentlich entsorgen, damit der Nächste nicht erst anfassen muss, wovor man sich eigentlich schützen soll? Aber Mitdenken wäre dann ja nötig.

Keine gute Idee

Und selbst, wenn man in der Hektik die eigene Maske daheim vergessen hat, handelt es sich bei diesem Arrangement um gar keine gute Idee, doch noch schnell an eine kostenlose Maske zu kommen. Ein ausgiebig benutztes Papiertaschentuch hätte da vermutlich die gleiche Attraktivität.

Vielleicht kann man darum auch nach einem endlich geschafften Einkaufsmarathon mal kurz daran denken, dass vielleicht Kinder die gebrauchte Maske am Ende mitnehmen könnten, und seine schon benutzte Schutzausrüstung da entsorgen, wo sie hingehört: im Mülleimer. Und eben nicht da, wo andere wieder frische Lebensmittel transportieren wollen.

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