Lambrecht RHEINPFALZ Plus Artikel Grundschule Lindenberg: Bei Heizung Gemeinde jetzt am Zug

Wird derzeit saniert: die Lindenberger Grundschule.
Wird derzeit saniert: die Lindenberger Grundschule.

Die Verbandsgemeinde Lambrecht wird von der Gemeinde Lindenberg Energie für die Beheizung der Lindenberger Grundschule kaufen, falls Lindenberg ein vorliegendes Nahwärmekonzept umsetzt. Das hat der Verbandsgemeinderat einstimmig beschlossen.

Wenn das Nahwärmekonzept im Lindenberger Gemeinderat keine Mehrheit findet, wird die Verbandsgemeinde nach einer anderen Lösung zur Beheizung der Schule suchen. Die Verbandsgemeinde habe bei der Planung zur energetischen Sanierung der Lindenberger Grundschule keine neue Heizung vorgesehen, weil die derzeitige noch funktioniere, sagte Verbandsbürgermeister Gernot Kuhn (CDU). Auf Frage von Stefan Herter (SWG) sagte Kuhn, er habe gehört, dass der Kessel der Heizung 2004 eingebaut worden sei, mehr wisse er nicht. Andere Teile der Heizung seien aus dem Jahr 1964, so FWG-Fraktionssprecher Philipp Fuchs. Die Heizung erfülle nicht die Vorgaben der Energieeinsparverordnung, deshalb dürfe sie nicht mehr genutzt werden, da die Sanierung der Schule aus energetischen Sanierungsprogrammen des Bundes bezuschusst wird.

Zeitgleich mit der Sanierung der Schule durch die Verbandsgemeinde wird das untere Geschoss des Gebäudes von der Gemeinde Lindenberg zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut. Fuchs und Reiner Koch (FWG) sagten, dass die Beheizung von Schule und Dorfgemeinschaftshaus ein gemeinsames Projekt der Verbandsgemeinde und der Gemeinde sein sollte. Seit zweieinhalb Jahren werde über die Heizung gesprochen, und „bis vor etwa zwölf Monaten war die Verbandsgemeinde immer mit im Boot, seit dieser Zeit scheint man sich nicht mehr dafür zu interessieren“, so Fuchs. Bei der Planung sei die Heizung nur ausgespart worden, weil dafür ein zusätzlicher Fördertopf gesucht werden sollte, sagte Fuchs. Es sei nie ein gemeinsames Projekt für die Beheizung von Schule und Dorfgemeinschaftshaus vorgesehen gewesen, widersprachen SPD-Fraktionssprecher Rene Verdaasdonk und Herter.

Mehr zum Thema

103160
Kommentar

RHEINPFALZ Plus Artikel
Verständlicher Wunsch

Fuchs (FWG): Projekt wird sabotiert

Nach Angaben von Fuchs hat die Gemeinde Lindenberg zwei Machbarkeitsstudien erstellen lassen. Die Fachleute seien zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Holzpelletheizung am kostengünstigsten sei, zudem sei sie CO2-neutral und damit ein Beitrag zum Klimaschutz. „Dieses Projekt als Schulträger nicht durchführen zu wollen und seit über einem Jahr zu sabotieren, ist ein Armutszeugnis“, so Fuchs.

Koch sagte, er und Fuchs hätten in Gesprächen mit dem zuständigen Ministerium in Mainz erreicht, dass eigens eine Förderrichtlinie geändert worden sei, so dass für den Einbau einer Holzpelletheizung ein Landeszuschuss von 60 Prozent der Kosten möglich wäre. Vor Änderung der Förderrichtlinie sei der Zuschuss auf 45 Prozent begrenzt gewesen. Fuchs und Koch versicherten, dass das Klimaschutzministerium, die Staatskanzlei, die Energieagentur des Landes und die bei der Kreisverwaltung Bad Dürkheim angesiedelte Kommunalaufsicht den Einbau eine Holzpelletheizung „als die beste und wirtschaftlichste Lösung“ begrüßen würden.

Einig war man sich, dass der Gemeinderat Lindenberg nun entscheiden muss, was gemacht wird. „Der Ball ist im Spielfeld der Gemeinde, entweder ihr lasst die Luft heraus oder ihr macht einen Doppelpass, es ist nicht sinnvoll den Ball zurückzuwerfen“, brachte es CDU-Fraktionssprecher Ralf Kretner auf den Punkt. „Wir geben der Gemeinde Lindenberg die Möglichkeit, das Projekt umzusetzen“, so Verdaasdonk und Herter. Wenn ein Angebot der Gemeinde Lindenberg komme, beabsichtige die Verbandsgemeinde, dieses anzunehmen, so Volker Kaul (CDU).

x