Leiningerland Grüne bereiten sich auf Kommunalwahlen vor
Es würden vom Landesverband von Bündnis 90/Die Grünen Schulungen zur Ratsarbeit angeboten, teilt der Vorstand des Ortsverbands (OV) Leiningerland mit, und man könne auf Ortsebene in Ausschüssen mitarbeiten, ohne Ratsmitglied zu sein. Gerade in Ausschüssen, die selten tagen, sei der Aufwand überschaubar, „aber unsere Arbeit dort ist trotzdem wertvoll“, heißt es im Protokoll der Mitgliederversammlung, die am 23. Juni in Großkarlbach stattfand.
Der OV Leiningerland hat nach Angaben von Branko Šušnjar derzeit 54 Mitglieder, Tendenz steigend. Anlässlich der Versammlung wurden fünf Personen neu aufgenommen. „Wir sind der stärkste Ortsverband im knapp 200 Mitglieder zählenden Kreisverband Bad Dürkheim“, sagt Šušnjar. Über den Kreisverband berichtet er, dass angesichts ständig steigender Mitgliederzahlen die Vorstandsarbeit kaum noch zu bewältigen sei. Deshalb werde eine Hilfskraft auf Minijob-Basis angestellt.
Der Dirmsteiner ist ebenso wie Elke Vetter aus Grünstadt und Oliver Theobald aus Tiefenthal Vorstandssprecher. Er ist zuversichtlich, dass die Grünen aus den nächsten Kommunalwahlen weit mehr herausholen können als bisher: „2019 haben wir bei der Verbandsgemeinderatswahl 5,3 Prozent und zwei Ratssitze erreicht. Wenn die Stimmung unter den Wählern beim nächsten Mal so ist wie jetzt, können wir das Ergebnis verdreifachen.“ Der Leiningerland-Verband hat sich vorgenommen, einmal im Quartal in eine der Gemeinden zu gehen, um mit Mitgliedern und Nichtmitgliedern ins Gespräch zu kommen.
In zehn der 22 Kommunen im Leiningerland gebe es die Aussicht auf eine grüne Kandidatenliste, weil dort Mitglieder wohnten oder die Grünen schon im Rat vertreten seien, sagt Šušnjar und zählt auf: Altleiningen, Carlsberg, Dirmstein, Ebertsheim, Großkarlbach Grünstadt, Laumersheim, Obrigheim, Tiefenthal und Wattenheim. Am 28. August werde sich nachmittags bei der Weinrast am Pavillon die neue Dirmsteiner Ortsgruppe vorstellen. Der Begriff Ortsgruppe sei nicht streng definiert, erklärt Šušnjar. Ihre Mitglieder hätten relativ freie Hand bei den Aktivitäten und der Art, wie sie sich präsentieren. „Es soll ein Hobby sein, keine Last“, sagt der Dirmsteiner, der einmal dem CDU-Ortsverband angehört hat.