Kreis Bad Duerkheim
Gönnheim: „Nubbeglas“ beim Neujahrsempfang
Die Festhalle des TV Gönnheim war voll beim Neujahrsempfang der Gemeinde am Sonntag. Die Bilder mit Impressionen von Jürgen Schreiber veranschaulichten das Jahr noch einmal.
In seinem Jahresrückblick ging Bürgermeister Wolfram Meinhardt (FWG) auf die Wein- und Kulturtage ein, die inzwischen „Kultstatus“ hätten. 50 Jahre währte die Partnerschaft zwischen Gönnheim und Marktl am Inn im vergangenen Jahr. Mit Besuch und Gegenbesuch wurde das Ereignis gewürdigt. Im Oktober wechselte die ehrenamtliche Leitung der Gönnheimer Bücherei von Ursula Müller-Kochendoerfer zu Annette Rosebrock. Nach der Innenrenovierung steht in diesem Jahr die Außenrenovierung des alten Schulhauses an. Meinhardt bedauerte, dass die Denkmalbehörde Einspruch gegen eine Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach erhebt.
Dank an Gemeindearbeiter
„Nehmen sie Rücksicht aufeinander“, riet Meinhardt mit Blick auf den neuen kombinierten Fuß- und Radweg in der nördlichen Bahnhofstraße. Das halbanonyme Gräberfeld mit den Sandsteinstelen ist fertiggestellt. Der Bürgermeister dankte den beiden Gemeindearbeitern Enzo Caruso und Helmut Helfer für ihr Engagement bei der Sache. Im vorigen Jahr sei er von der Nachricht überrascht worden, dass Gönnheim die höchsten Nitratwerte im Grundwasser in ganz Rheinland-Pfalz habe, berichtete Meinhardt. Der hohe Nitratwert in Gönnheim habe mit seiner Geologie zu tun, habe er bei seinen Recherchen herausgefunden, so der Bürgermeister.
Im nächsten Jahr stehen die Feierlichkeiten für das 1250-jährige Bestehen der Gemeinde an, Maskottchen „Ginno“ wird sie begleiten. Ein spätrömisches, filigranes Glasgefäß mit farbigen Noppen, scherzhaft „Nubbeglas“ genannt, ist Vorbild für 125 handgefertigte Repliken mit Zertifikat, die es im Jubiläumsjahr zu kaufen gibt. Die Idee, dieses einzigartige Fundstück aus einem römischen Gräberfeld bei Gönnheim als Vorbild für ein wertvolles Andenken an das Dorfjubiläum zu nehmen, hatte Walter Meinhardt, er schreibt auch die Dorfchronik fort.
Weinprinzessin macht Neugierig auf 2019er
Der Weinjahrgang 2019 sei durch eine frühe Ernte, weniger Ertrag und gesunde Trauben von hoher Qualität geprägt, machte Weinprinzessin Charlotte I. Weihl neugierig auf den 2019er. Sie bedankte sich bei den Gönnheimer Fasnachtern, die kurzfristig einen Umzugswagen für das Neustadter Weinlesefest für sie organisiert hatten. Am 20. März wird es ihr zu Ehren eine Weinprobe geben.
Hans Förster und Frank Künzel wurden für 20 Jahre Ratsmitgliedschaft geehrt, Uli Meinhardt für 34 Jahre. Der Gesangverein Gönnheim, Katharina Müller an der Harfe sowie Leonie Hüttner und Jan Henri Müller, Querflöte, umrahmten den Neujahrsempfang musikalisch.