Friedelsheim / Gönnheim Friedelsheim/Gönnheim: Computer für junge Flüchtlinge

 Eberhard Linke und seine Mitstreiter haben dafür gesorgt, dass Flüchtlingskinder nicht mehr vom digitalen Unterricht ausgeschlo
Eberhard Linke und seine Mitstreiter haben dafür gesorgt, dass Flüchtlingskinder nicht mehr vom digitalen Unterricht ausgeschlossen sind.

Corona bringt so einiges an den Tag – auch Unerwartetes: Als Schulen geschlossen wurden und Lehrer anfingen, Lernstoff und Hausaufgaben per E-Mail zu verteilen, waren die Kinder von sechs in Gönnheim und Friedelsheim lebenden Flüchtlingsfamilien verschiedener Nationalität hiervon ausgeschlossen, weil sie keinen Computer hatten.

Als Familienpaten wurden Eberhard Linke und Per Knudsen über „ihre“ Schulkinder mit dieser Problematik konfrontiert – und als Macher gingen sie das Problem direkt an. Sie kontaktierten den Beigeordneten der Verbandsgemeinde Wachenheim, René Breier, und schilderten den Fall der fehlenden PCs. Breier versprach, sich darum zu bemühen, einen Topf aufzutun, den man für diesen Zweck anzapfen könne.

Letzten Endes wurden die sechs PCs und Drucker folgendermaßen finanziert: Alle Betroffenen geben einen Eigenanteil dazu, der Verein „Nachhaltiges Friedelsheim“, der die Unterstützung von Flüchtlingen zur Verbesserung ihrer Lebensumstände in seinen Vereinsstatuten stehen hat, übernimmt einen Anteil und die Verbandsgemeinde einen dritten. Die meisten Schulkinder hätten ältere Geschwister, die ihnen beim Arbeiten am PC helfen könnten, sagte Eberhard Linke. Wo das nicht der Fall sei, werde er jemanden organisieren, der den Kindern alles Notwendige beibringen könne, versprach er.

Safieullah Safie, ein Deutsch-Afghane, und ehemaliger Gönnheimer Fußballspieler, der Linke anfangs als Dolmetscher zur Seite sprang, ist in der Computerbranche tätig, er kann die Computer günstig beschaffen. „Vielleicht brauchen wir weniger als die 3000 Euro wie im ursprünglichen Kostenansatz veranschlagt wurde“, hoffen die Organisatoren.

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