Wachenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Frühlingsspaziergang: Blüten im März

Blütenreich ist jetzt der Ausblick auf die Haardt.
Blütenreich ist jetzt der Ausblick auf die Haardt.

Während unser Leben immer drastischer eingeschränkt wird, hat die Natur angefangen, ihre schönsten Seiten aufzublättern.

Wer derzeit durch die Weinberge geht, kann sich an den ersten blühenden Gehölzen und Wildpflanzen erfreuen. Eine Freude, die jedoch zunehmend getrübt wird. Aus der Epidemiologie hören wir widersprüchliche Stimmen. Doch dafür, dass man nicht mehr nach draußen gehen dürfte, gebe es kein Argument, sagt der Virologe Alexander Kekulé. Aufenthalte an der frischen Luft zu verbieten, bezeichnet er als kontraproduktiv. Allerdings gilt auch beim Spazieren das Gebot, nicht in Gruppen unterwegs zu sein und ausreichende Distanz zu den Mitmenschen zu halten.

Unter diesen Aspekten wollen wir einen dreieinhalb Kilometer langen Spaziergang empfehlen. Nordöstlich der Villa rustica bei Wachenheim nimmt man auf der gegenüberliegenden Seite der B 271 den Wirtschaftsweg in nördliche Richtung. Ihm folgt man über zwei Wegkreuzungen. Bei der ersten Kreuzung geht es über einen Gehölzstreifen, der sich über größere Länge von West nach Ost zieht. An der zweiten Kreuzung kommt man an zwei Walnussbäumen vorbei. Noch ist ihr Geäst ohne Laub. Umso mehr fällt ihr schöner Bewuchs mit gelblichen Flechten auf.

Wildpflanzen blühen zwischen den Rebzeilen.

Erst an der dritten Kreuzung geht es nach rechts weiter. An so manchen Rändern der Weinberge und zwischen den Rebzeilen blühen jetzt Wildpflanzen. So überzieht die Purpurrote Taubnessel nährstoffreiche Flächen mit einem wahren Blütenteppich. Auch Ehrenpreis und Vogelmiere sind erblüht. Sie alle bleiben wegen der Kleinheit ihrer Blüten oft unbeachtet.

Nach einigen Gehminuten kommt man an einer schmalen, aber langgestreckten Ausgleichsfläche vorbei. Dass solche Flächen für tierische Bewohner wichtig sind, lässt sich mit etwas Geduld beobachten. So tauchen hier an warmen Tagen schon Mauereidechsen auf. Die wechselwarmen Tiere tanken lebenswichtige Kraft in der Märzsonne.

Anblick von Blüten als Wohltat in düsterer Zeit.

An der nun folgenden Wegkreuzung, wo linker Hand eine Schutzhütte steht, geht es nach rechts weiter, sodass man bald die ehemalige Kreisstraße 7 erreicht hat, die zurück zum Ausgangspunkt führt. Doch vorher gibt es am Wirtschaftsweg schöne Bäume und Sträucher zu betrachten. In einer langen Reihe säumen sie den rechten Wegrand. Etliche von ihnen tragen weiße Blütenpracht und bereichern damit die Ausblicke auf den Haardtrand. Ausblicke, die in einer Zeit düsterer Perspektiven besonders wohltun.

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