Wachenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Fröhliche Fete trotz Sperrung der B271

Freunde treffen und zusammen anstoßen: Auch die Pfadfinder hatten Party-Nachholbedarf.
Freunde treffen und zusammen anstoßen: Auch die Pfadfinder hatten Party-Nachholbedarf.

Nachdem das Burg- und Weinfest wegen der B271-Bauarbeiten abgesagt wurde, veranstalten vier Höfe ein eigenes Fest. Die Organisatoren ziehen eine erste positive Bilanz.

Für Heike Kuhly vom Sektschloss läuft das Fest „eigentlich wie immer“. Sie sei aber auch nicht unmittelbar von den Sperrungen und den damit verbundenen Verkehrsbelastungen in Wachenheim betroffen. „Die Leute sind gut drauf und freuen sich, dass wieder gefeiert werden kann“, sagt Kuhly, die unter ihren Gästen auch viele fremde Gesichter gesehen hat. „Anscheinend hat es sich doch gut rumgesprochen, dass Wachenheim feiert“, vermutet sie.

Aus der Nähe von London waren Diane und Richard Gregory zu einem Verwandtschaftsbesuch in die Wein- und Sektstadt gekommen. „It is great, a lovely fest“, (zu Deutsch: Es ist toll, ein schönes Fest, Anmerkung der Redaktion), sagt die Engländerin.

Alles ruhig und friedlich verlaufen

Lucas Peter vom Weingut Peter, der zusammen mit dem Wachenheimer Tennisclub seinen Hof geöffnet hat, spricht von bisher „wunderbaren Tagen“, die super gelaufen seien. Das sei eine gute Mischung aus Party und dem Fachsimpeln über Wein gewesen. Alles sei ruhig und friedlich verlaufen und seine Gäste hätten auch nicht den Straßenverkehr behindert, da alle im Hof gefeiert hätten. „Bei uns waren sehr viele Wachenheimer, aber auch Gäste aus der Region in einer gesunden Mischung aus Jung und Alt“, sagt der Winzer. Von Verkehrsbehinderungen durch parkende Autos habe er nichts gehört. „Die meisten sind zu Fuß gekommen, weil sie sich an den lauen Abenden auch die eine oder andere Schorle genehmigen wollten.“

Sofie Hrubasik von den Pfadfindern, die im Pfarrhof gefeiert haben, zeigt sich rundum zufrieden: „Wir hatten bis jetzt den Hof immer komplett gefüllt, obwohl ich ein bisschen Angst hatte, dass nicht so viele mitbekommen haben, dass bei uns etwas los ist.“ Sie habe sich gefreut, mal wieder so viele bekannte Gesichter zu sehen. „Die Pfadfinder bedanken sich bei den Wachenheimern recht herzlich für die Unterstützung“, sagt sie.

Burgstraße ab 17 Uhr gesperrt

Etwas problematisch sei gewesen, dass sich immer wieder Gäste auf der Burgstraße aufgehalten hätten, die gebeten werden mussten, auf den Hof zurückzukehren. Das haben auch Mitarbeiter des Wachenheimer Ordnungsamts am Freitag so gesehen und für die darauffolgenden Veranstaltungstage angeordnet, die Burgstraße von der Weinstraße bis zum Roten Turmweg für die motorisierten Verkehrsteilnehmer zu sperren. Wie Christian Klug vom Bauhof, der mit dem Aufstellen der Schilder beauftragt wurde, mitteilt, erfolgte die Sperrung jeweils ab 17 Uhr.

Am „normalen Weinfest“ mehr los, trotzdem zufrieden

Markus Walber von der Schänke der Wachtenburg hat festgestellt, dass „am normalen Weinfest“ mehr los ist, er sei aber trotzdem vollkommen zufrieden. „Wenn es nicht so überfüllt ist, fühlen sich die Besucher wohler, weil sie sich auch relativ schnell mit Speis und Trank versorgen können.“ Damit bringt der Wachenheimer auf den Punkt, was die Absicht der Hoffeste ist: In etwas kleinerer Runde mit Bekannten und Freunden zusammen sitzen, um fröhlich und friedlich zu feiern. Unter seinen Gästen hätten sich zur Hälfte Wachenheimer befunden, die anderen seien Auswärtige gewesen. „Bei uns war alles ruhig, alles entspannt, wovon sich auch das Ordnungsamt überzeugen konnte“, sagt Walber.

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