Kreis Bad Duerkheim „Feuer aus!“: Notfall in der Klinik geprobt

Wehrleute am Donnerstagabend mit Einsatzfahrzeug bei der Übung auf dem Klinikareal.
Wehrleute am Donnerstagabend mit Einsatzfahrzeug bei der Übung auf dem Klinikareal.

«Bad Dürkheim.»Als am Donnerstagabend um 18.46 Uhr die Feuerwehr Bad Dürkheim zu einem Brandmeldealarm zur Klinik Sonnenwende alarmiert wird, ist dies der Startschuss zu einer großen Inspektionsübung der Feuerwehr. Simuliert wird ein Brand in einem Aufenthaltsraum der Station 1 der Klinik mit starker Rauchentwicklung. Um die ausreichende Versorgung mit Löschwasser zu gewährleisten, wurde von den Partnerwehren aus Meckenheim, Wachenheim, Erpolzheim und Herxheim am Berg mit Hilfe von drei Verstärkerpumpen auf einer Länge von fast einem Kilometer bei 150 Höhenmetern Wasser aus der nahegelegenen Isenach zum Löschen an den vermeintlichen Brandherd geleitet. „Die Kollegen haben einen super Job gemacht und zügig die nötigen Schläuche verlegt“, stellt Dürkheims Wehrführer Karlheinz Bayer nach dem Probeeinsatz zufrieden fest. Als nach 45 Minuten von den Einsatztrupps die Rückmeldung „Feuer aus!“ kommt, sind auch die acht Mimen, der DRK- und Feuerwehrjugend – sie simulieren die Patienten mit Kopfverletzungen, Verbrennungen oder Knochenbrüchen – geborgen und zur Behandlung dem Rettungsdienst übergeben worden. Das DRK ist mit insgesamt drei Fahrzeugen und sieben Helfern unter der Leitung von Bereitschaftsführer Andreas Gehrig vor Ort, um bei Verletzungen oder Unfällen der Einsatzkräfte helfen zu können. Für Alexander Heinz, kaufmännischer Leiter der Median Klinik , der in den vergangenen Monaten über 1,5 Millionen Euro in die Erweiterung des Brandschutzes in seinem Haus investiert hat, ist die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr besonders wichtig: „Wir haben die Feuerwehr gebeten, die Übung durchzuführen, um die Klinik und die örtlichen Gegebenheiten besser kennenzulernen“, erklärt er. Außerdem wolle man dem eigenen Klinikpersonal die Möglichkeit geben, sich an der Übung zu beteiligen, fügt er hinzu. Die Evakuierung von 24 Patienten, die schließlich auf einen Sammelplatz vor der Klinik geführt werden, habe nach Auskunft der Feuerwehr „vorzüglich“ geklappt. Als die Übung um 21 Uhr beendet ist und mit dem Abbau der eingesetzten Gerätschaften begonnen wird, ziehen Wehrleiter Karlheinz Bayer und sein Stellvertreter Markus Lang ein durchweg positives Fazit. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Ablauf der heutigen Übung, möchte dabei ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit den Partnerwehren und die Kooperation mit der Klinikleitung hervorheben und auch die Leistung meiner Leute loben“, zeigt sich Bayer zufrieden. „Die Klinikleitung und das Klinikpersonal hat das heute sehr gut hingekriegt“, fügt Markus Lang anerkennend hinzu. Klinikchef Heinz bedankt sich schließlich ausdrücklich bei den Einsatzkräften. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Ablauf der Übung, die Einsatzleitung war sehr umsichtig, alles lief reibungslos.“ Die Evakuierung der Patienten habe auch sehr gut geklappt und man habe gesehen, dass alles gut funktioniere. Patienten und Beschäftigte könnten davon ausgehen, in der Klinik Sonnenwende sicher zu sein, ergänzt er erleichtert. Wenn es an die Analyse und Aufarbeitung der Übung geht, können die Verantwortlichen auch auf Bildmaterial aus der Luft zurückgreifen, denn die beiden in Deidesheim und im Leinigerland stationierten Drohnen haben sowohl die Rettungsmaßnahmen in der Klinik als auch die Wasserentnahme aus der Isenach in bewegten Bildern dokumentiert. „Mithilfe des Bildmaterials der Drohnen können wir, wenn der heutige Tag etwas gesackt ist, die Übung besser aufarbeiten und nachbereiten“, zeigt sich der stellvertretende Wehrführer Lang sehr zufrieden.

Simulierte Bergung eines Patienten.
Simulierte Bergung eines Patienten.
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