Kreis Bad Duerkheim Fasnacht trifft Film

Goldiger Vereinsnachwuchs: die Minigarde des FC Bächel.
Goldiger Vereinsnachwuchs: die Minigarde des FC Bächel.

„Filmwelt“ hieß das Motto der Prunksitzung des FC Bächel in der bis ins Detail passend dekorierten und ausverkauften TV-Halle in Gönnheim. Die Prunksitzung dauerte sechs Stunden und machte gute Laune. Sie war eine der besten, wenn nicht die beste der bisher sechs Bächelsitzungen.

Die vielen Tanznummern des Abends bestritt der Verein aus „eigenen Beständen“, für die Büttenreden hatte man Gäste eingeladen. Mit Sitzungspräsidentin Petra Heberlein, Laura Riedle, Katja Krumbacher und Oksana Merdian hatten auf der Bühne allein Frauen das Sagen. Vor Beginn der Prunksitzung gedachte man Lothar Helbig, dem im Dezember verstorbenen Vorsitzenden des FC Bächel und Vater der Sitzungspräsidentin. Traditionsgemäß eröffnete die Minigarde den Abend. Eine Mini-Tänzerin mochte sich dem „Monstertanz“ nicht anschließen und blieb lieber abseits stehen. Ihr war wohl der Trubel vor der Bühne nicht ganz geheuer. Heberlein hob mehrfach hervor, wie mächtig stolz der Verein auf seinen tänzerischen Nachwuchs ist. Die Jugendgarde stellte in ihren blau-weiß-silbernen Kostümen schon sehr deutlich die beim Gardetanz geforderte Gelenkigkeit unter Beweis. Bei der schwarz-rot-goldenen Juniorengarde waren Spagat, Rad schlagen und Handstandüberschlag noch stärker perfektioniert. Das dürfte es auch nicht allzu oft geben: Der Verein hat so viele Tanzmariechen, dass man es sich leisten konnte, sie bühnenfüllend in einem Medley gemeinsam ihre Tanzkünste zeigen zu lassen. Fast schon alte Hasen auf dem Tanzparkett waren die Aktiven der Ü15-Garde, die nach der Pause an der Reihe waren. Als Ghostbusters trat die Frauengruppe des FC Bächel in Aktion. Das Männerballett und die Dubbeglasfunken des TV Gönnheim kamen als Horrorclowns daher. Beide Darbietungen hatten eine ausgetüftelte Choreographie. In eine „Arabische Nacht“ entführte die Schautanzgruppe die Besucher. Für Training der Aktiven hat der FC Bächel einen ganzen Stab: Oksana Merdian, Nadine Mensch, Julia Kohler, Annkathrin Pfirrmann, Sarah, Theresa und Christine Kirsch, Janina Janssen, Sandra Leibfried, Daniela Weindel und Vanessa Evers. Die nicht ganz leichte Aufgabe der ersten Bütt des Abends kam Celina Usner vom Haßlocher Carnevalsverein als „Praktikantin in der Notaufnahme“ zu, die sich schon mal ein Messerset fürs Praktikum bestellt hatte. Mit Kättl Feierdaach, alias Jutta Hinderberger aus Speyer, kamen die Besucher so richtig in Fahrt. Sie reizte mit der Schilderung ihres Rosenblätter-Pflegebads beim Wellness-Wochenende mit ihrem Mann und herrlich schrillem Gesang die Lachmuskeln. Die Dubbeglasbrieder ließen mit ihren pfälzischen Hits wie „Geb mer noch en Schorle“ die Stimmung im Saal noch weiter steigen. Beim Auftritt von Bauchredner Frank Lorenz und seinem blonden Affen mit dem losen Mundwerk und den dummen Sprüchen schlugen sich Bürgermeister Torsten Bechtel und seine Frau Hilke wie eingefleischte Fasnachter. Von Anfang an bei den Prunksitzungen des FC Bächel dabei war Günther Dudenhöffer von der Siedlergemeinschaft Grünstadt. Am Samstagabend stand er als „ungesunder Kranker“ in Stützstrümpfen auf der Bühne. Ein FC Bächel-eigenes Gewächs war Silvia Hoffmann mit ihren Stimmungsliedern, direkt vor der Pause. Als Stimmungskanone erwies sich „de Härtschd“, Oliver Betzer aus Fischbach, der „arischer Huddel“ als Großwildjäger hatte. In die Kategorie zauberhaft gehörte die Show von Felix Lehmann, alias Felix van Mel. Er zeigte verblüffende Illusionen und veralberte plumpe Zaubertricks. Die Guggemusik der Odama Katzbachgugga war wie gewohnt ohrenbetäubend und schräg. Für die Schunkelrunden zeichnete Andreas Wenig verantwortlich.

x