Kreis Bad Duerkheim Es grünt so grün

Zum Kräuterwagen umfunktionierter Kinderwagen: Die Wachenheimer wissen sich zu helfen.
Zum Kräuterwagen umfunktionierter Kinderwagen: Die Wachenheimer wissen sich zu helfen.

Grünzeug überall: Auf dem 15. Wachenheimer Kräutermarkt des Heimatvereins „brummte“ es am Sonntag. Und der „typische“ Besucher war beladen mit Tragetasche oder Korb – gerne auch zwei – aus dem irgendetwas Grünes heraus lugte.

Auf dem Marktplatz, direkt vor der Kirche, waren Kräuterschnecken aus Sandstein oder Stahl der Wachenheimer Gartengestaltungsfirma Steiger zu bewundern. Auch ein altes Weinfass fand Verwendung – hier lugten die Pflanzen aus herausgeschnittenen Löchern heraus. Etwa 50 Beschicker boten auf dem Wachenheimer Kräutermarkt ihre Waren an. Um die Ecke hatte der Förderverein Alte St. Georgskirche einen Flohmarkt mit zwei Bänken aufgebaut. Daneben gab es Tomatenpflanzen: So um die 20 Sorten habe sie zur Auswahl, sagte Renate Räch von der Gärtnerei Offenloch aus Mannheim. Viele Besucher kämen mit Pflanzenstickern vom vorigen Jahr und wollten „genau die“ wieder haben. Offenloch gehörte zu den Mitbegründern des Wachenheimer Kräutermarktes und „Sie sehen selbst, was daraus geworden ist“, verwies Räch auf den mit den Jahren stetig gewachsenen Zuspruch. „Plastik – nein danke“, hieß es bei Stauden-Drumm aus Hanhofen auf einem Schild. Neben Pflanzen für verschiedene Gartenformen, gab es hier auch Kräuter, die nicht jeder hat. Ein Stand mit Holzschildern sorgte für Belustigung: „Wir sitzen alle im Garten und chillen, nur der Alex nicht, der muss grillen“, lautete die Botschaft. Familie Reichel aus Wachenheim war mit ihrem Honig vertreten, der Apfelhof Zimmermann mit Apfelsecco „Pomante“ und Cidre „Julchen“, zu essen gab es Erdbeeren im Becher mit Apfelbalsamico. Eine Auswahl ihrer zirka 350 bis 400 Kräuter- und Duftpflanzen, die es im Münchschwanderhof bei Otterberg bei Kräuter-Gerda gibt, waren in der Burgstraße zu begutachten, Russischer Lauch war unter anderem dabei, „Rote Melde“ und „Hirschhornwegerich“. Würzmischungen und leckere Brotaufstriche mit Namen „Jambalaya“ oder „Chakalata“ und „Fleur de Sel“. Krimiliebhabern des bretonischen Kommissars Dupin garantiert ein Begriff, verkaufte ein Ehepaar aus Saarlouis aus einem uralten Citroën . Am Nachmittag nahm Renate Bremicker vom Kräutermarkt-Team zuerst Kinder und dann Erwachsene mit auf eine Kräutertour ins Feld, um ihnen einen Eindruck der früheren Kräuterheilkunde zu vermitteln und insbesondere den Kindern zu sagen, wovon sie besser die Finger lassen sollten. Die Tombola, die die Marktbeschicker bestückt haben, war laut Bremicker schon lange vor Ende des Kräutermarktes ausverkauft.

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