Kreis Bad Duerkheim „Endlich haben wir es gepackt“

Würde wohl am liebsten sein Haus selber bauen: der kleine Gönnheimer Lennart-Ben.
Würde wohl am liebsten sein Haus selber bauen: der kleine Gönnheimer Lennart-Ben.

Das insgesamt 1,9 Hektar große Neubaugebiet Ruthenweg II bietet Platz für 26 Baugrundstücke mit einer Durchschnittsgröße von 480 Quadratmetern. Die Gemeinde ist hier mit vier Grundstücken begütert, die noch nicht verkauft sind. Voraussichtlich im Mai kann mit dem Häuserbau begonnen werden. Gestern Nachmittag war Spatenstich.

Das Baugebiet liegt am nördlichen Eingang von Gönnheim, westlich der Bahnhofstraße. Die Erschließungskosten sind mit insgesamt 1,3 Millionen Euro angesetzt, davon müssen die Grundstücksbesitzer rund 100 Euro pro Quadratmeter zahlen. Das Baugebiet wird nach Westen in das vorhandene Rückhaltebecken und nach Süden entwässert, dazu muss das Gelände entsprechend modelliert – „gekippt“ – werden, wie es der Leiter für kommunale Dienstleistungen der Pfalzwerke, Dieter Schneider, gestern ausdrückte. „Endlich haben wir es gepackt“, frohlockte Bürgermeister Wolfram Meinhardt, im Frühsommer vorigen Jahres sei für ihn noch beinahe die Welt zusammen gebrochen. Der Grund: Die Gemeinde musste – bildlich gesprochen - in fliegendem Galopp den Erschließungsträger wechseln, weil der bisherige den Geschäftszweig Baugebietserschließung aufgegeben hatte. Es habe keine drei Monate gedauert, bis man die Pfalzwerke als neuen Erschließungsträger ins Boot habe holen können, berichtete Meinhardt. Auch das Planungsbüro Döll blieb bei der Stange, so dass man fast ohne Zeitverzögerung habe weitermachen können, so der Ortsbürgermeister. Er sei froh, dass das Regenrückhaltebecken im Westen seinerzeit so groß dimensioniert worden sei, um das neue Baugebiet noch verkraften zu können. „Wir hatten einige Hindernisse zu überwinden, ehe dieser erste Spatenstich vollzogen werden konnte“, meinte auch Verbandsbürgermeister Torsten Bechtel. Die Verbandsgemeinde Wachenheim sei als Wohngegend sehr beliebt, sagte er, viele Menschen würden gerne hierherziehen. Es sei wegen der großen Restriktionen bei der Raumplanung aber immer schwieriger, noch ein Baugebiet genehmigt zu bekommen, so Bechtel. Deswegen freue es ihn, dass den Gliedern der Verbandsgemeinde Wachenheim Entwicklungsmöglichkeiten bis ins Jahr 2030 eingeräumt worden seien. Der Verbandsbürgermeister hob außerdem hervor, dass mit der Besiedlung des Neubaugebietes der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer wieder steigen wird. Die Gemeinden seien darauf angewiesen und die Verbandsgemeinde Wachenheim wachse aus eigener Kraft. Großer Dank gebühre der Bauabteilung, die die übergeordneten Behörden von den Planungen überzeugt habe und mit den Eigentümern stets in Kontakt geblieben sei, sagte er. Die meisten Grundstücke im Ruthenweg II sind in privater Hand. Beigeordnete Heike Ditrich geht davon aus, dass der Verkauf zügig vonstatten gehen wird, zumal das Neubaugebiet in attraktiver Ortsrandlage liegt und darüber hinaus nicht mehr gebaut werden darf.

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