Kreis Bad Dürkheim RHEINPFALZ Plus Artikel Eissaison startet mit vielen Neuheiten und höheren Preisen

Frisches Eis von Domenico Riccardo Alaimo in seinem Eiscafé in Wachenheim.
Frisches Eis von Domenico Riccardo Alaimo in seinem Eiscafé in Wachenheim.

Stracciatella, Schokolade, Vanille, Haselnuss oder Joghurt: Diese „Standardsorten“ sind auch in den Eisdielen in Bad Dürkheim, Freinsheim und Wachenheim nach wie vor die Verkaufsschlager. Die Inhaber berichten, welche Neuheiten sie anbieten und ob die Kugel Eis in diesem Jahr mehr kostet.

Von Anna Fäth

Alfonso Lumia, Besitzer des Eiscafés „Il Cappuccino“ in Bad Dürkheim, vertraut zwar auf die Lieblingssorten seiner Kunden, ergänzt sein Angebot aber immer mal wieder um neue Sorten. Dieses Jahr bietet er unter anderem ein blau eingefärbtes Eis für Kinder an, das nach Butterkeks und Vanille schmeckt. 2022 hat er positive Erfahrungen mit dem nach Drachenfrucht und Wassermelone schmeckenden „Summer Dragon“ gemacht. „Wir bieten auch veganes Schokoladeneis an“, hebt er hervor.

Tumolo Salvatore, Besitzer des „La Gondolas“ in der Dürkheimer Kurgartenstraße, hat schon im Januar mit dem Eisverkauf begonnen. Die Saison endet bei ihm im November. Sein festes Angebot besteht aus 27 selbstgemachten Eissorten. „Heiß begehrt ist auf jeden Fall Chili-Schokolade“, sagt er. Salvatore möchte erst einmal abwarten, wie die Saison anläuft und dann entscheiden, ob er sein Sortiment um eine oder mehrere neue Sorten erweitert.

Italienische Sinfonie mit Salzkaramell

„Sinfonia Italiana“ hat Fabio Cicoria in seiner „Eisbar 23“ derzeit neu im Angebot, um zu testen, wie das Eis mit weißem Nougat, Schokocrumble und Salzkaramell bei seinen Kunden ankommt. Vergangenes Jahr sei sein zimtiges Milchreis-Eis so eingeschlagen, dass er es neben seinen knapp 25 festen und vier bis fünf wechselnden Sorten fest integriert hat – ebenso wie das vegane „Black Hawaii“, das aus Kokosmilch und Kokoswasser besteht und durch Speisekohle eine dunkle Färbung erhält. In diesem Jahr hat er eine extra auf Kinder ausgerichtete Eissorte neu im Angebot. Durch die gelbe Farbe soll sie an das Fantasiewesen Pokémon erinnern. Die Saison läuft in Cicorias „Eisbar“ von Februar bis Mitte Dezember.

Alle drei berichten, dass auch ihnen die steigenden Kosten zu schaffen machen. Aus diesem Grund haben sie ihre Preise pro Kugel und Sahneportion angehoben. Im „La Gondolas“ kostet die Kugel nun nicht mehr 1,30 Euro, sondern 1,50 Euro, auch im „Il Cappuccino“ sowie in der „Eisbar 23“ wurde der Preis auf 1,50 Euro erhöht. Die Portion Sahne gibt es bei allen für 1,20 Euro dazu. Daneben haben sie noch etwas gemeinsam: Die Lagertemperatur des Eises bewegt sich zwischen minus 17 und minus 18 Grad, sodass es lange haltbar bleibt. Die Temperatur in der Verkaufstheke beträgt ungefähr minus 14 Grad. „So wird das Eis geschmeidig, ist leichter zu portionieren, und es bilden sich trotzdem keine Kristalle“, erklärt Cicoria von der „Eisbar 23“.

Marzipan-Mohn als Verkaufsschlager

Christin Blumenbergs „Eisblume“ ist seit März geöffnet. Dort bietet sie bis Ende Dezember neben Klassikern wie Erdbeere etwa acht variable Sorten an, bei denen sie gerne experimentiert. Im vergangenen Jahr konnte man sich mit einem Gurke-Minz-Matetee-Eis erfrischen, zu Festen darf ein Eis mit Riesling nicht fehlen, und in diesem Jahr ist die Sorte Marzipan-Mohn der neue Verkaufsschlager, der für 1,50 Euro über die Theke geht. Neben Eis auf die Hand will sie vor allem ihre jüngere Kundschaft mit außergewöhnlichen Eisbecher-Kreationen überzeugen, auch Veganer kommen auf ihre Kosten. „Aktuell taste ich mich zudem an ätherische Öle und deren Verarbeitung heran“, verrät Blumenberg.

Bei „Angelo Eis“ in Wachenheim kann man Mandeleis auf Mandelmilchbasis probieren. Außerdem bietet Domenico Riccardo Alaimo Eigenkreationen wie Vanilleeis mit Applecrumble an. „Besonders erfrischend ist das nach einer Serie benannte Dragonball-Eis“, findet er – ein veganes Fruchteis mit Granatapfelkernen, das seine 18 Stammsorten ergänzt. Ab Anfang Mai stockt er auf 24 Sorten auf. Alaimo legt großen Wert auf gleichbleibend gute Qualität und auf traditionelle Familienrezepte. Wie seine Kollegen musste Alaimo dieses Jahr die Preise für eine Eiskugel auf 1,50 Euro erhöhen, um den Strom und die Wassermengen zum Reinigen der Eismaschinen finanzieren zu können. Außerdem berichtet er über angestiegene Preise für Zutaten und Verpackungsmaterial. Je nach Wetter wird die kleine Eisdiele maximal bis November geöffnet haben.

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