Nils erklärt Ein weiß beschuppter Pilz am Pappelholz
Wie der Name verrät, entdeckst du den Pappelschüppling an altem Pappelholz. Er gehört zur Pilzgattung der Schüpplinge. Man nennt sie so, weil viele Arten auf ihrer Hutoberfläche beschuppt aussehen. So ist es auch beim Pappelschüppling: Sein gewölbter Hut trägt vor allem am Rand, wo er sich einrollt, viele Schuppen. Auch der Stiel sieht schuppig bedeckt aus. Wenn du die Unterseite des Huts betrachtest, siehst du vertiefte Rillen. „Lamellen“ heißen sie. In ihnen befinden sich unzählig viele Sporen. Die Aufgabe dieser winzigen Zellen ist die Vermehrung. Damit sie sich ausbreiten können, bildet der Pilz seine Fruchtkörper.
Geflecht zersetzt das alte Holz
Das eigentliche Lebewesen aber wächst unsichtbar als feines Geflecht im Innern der Stammstücke. Experten wie Peter Karasch nennen es „Myzel“. Es hat die Aufgabe, Nährstoffe aufzunehmen, zu transportieren und zu speichern. Bei dieser Arbeit zersetzt es im Lauf der Zeit immer weiter das alte Holz. Die Fruchtkörper des Pappelschüpplings sind übrigens keine Speisepilze. Sie sollen sehr bitter schmecken und gelten deswegen als ungenießbar.