Kreis Bad Duerkheim „Ein deutliches Zeichen“

Die waldbesitzenden Gemeinden der Verbandsgemeinden Deidesheim und Wachenheim haben sich zum Forstzweckverband Mittelhaardt zusammengeschlossen, um eine effektivere Waldbewirtschaftung zu erzielen und Defizite zu reduzieren. In der ersten Verbandsversammlung wurde der Niederkirchener Beigeordnete Canisius Seckinger zum Verbandvorsteher gewählt.
„Die Natur liegt mir sehr am Herzen“, versicherte Seckinger. Er wolle den Wald, als übertragenes Erbe, in wirtschaftlichem Maße auch weiterhin erhalten. In seiner Funktion als Beigeordneter gehört der Forstbetrieb schon viele Jahre zu seinem Geschäftsbereich. Zudem hat er auch ein eigenes Jagdrevier. Bis jetzt war die Gemeinde Niederkirchen Dienstherr der Forstbeschäftigten. Somit ist Seckinger Revierförster Robert Kirchner und seinem Mitarbeiter bekannt. Der Ergebnishaushalt für den Haushaltsplan 2015 teilt sich in zwei größere Blöcke auf. Da ist zum einen die kommunale Forstwirtschaft mit den überwiegenden Erträgen aus der Holzvermarktung. „Für dieses Jahr ist ein Einschlag von achttausend Festmetern Holz geplant“, erklärte Kirchner. Dabei sei jedoch aus Randlagen mit einem hohen Anteil an Industrieholz zu rechnen, das erfahrungsgemäß nur einen geringen Gewinn erziele. „Das ist eine enge Kiste“, gab der Fachmann zu bedenken. Ein weiterer Bereich ist die Durchführung des Forstrevierdienstes. Hier gehen 56 Prozent in die Bewirtschaftung des Waldes. „Für die Instandhaltung der Wege rechnen wir mit Ausgaben von rund 20.000 Euro“, so Kirchner. Mit 34 Prozent schlagen die Personalkosten zu Buche. Dazu kommen die Kosten der Verbandsgemeindeverwaltung Deidesheim mit 5000 Euro. So ergebe sich ein Fehlbetrag von 45.000 Euro, der als Umlage den Verbandsmitgliedern angerechnet werde. Weiter wird noch eine Investitionsumlage von rund 13.000 Euro erhoben. Dabei handelt es sich überwiegend um die Übernahme von Geräten und Fahrzeugen aus dem Eigentum der Stadt Deidesheim und der Gemeinde Niederkirchen, die an den Forstzweckverband übergehen. Manfred Dörr, Stadtbürgermeister von Deidesheim, nannte die Gründung des Verbands ein deutliches Zeichen. Beide Verbandsgemeinden waren von Anfang an für diesen Zusammenschluss. „Es gilt, Bereiche zu finden, wo es sinnvoll ist zusammenzuarbeiten“, sagte er. Der Zusammenschluss der acht Einzelbetriebe des Forstreviers Wallberg – Deidesheim, Ellerstadt, Forst, Friedelsheim, Gönnheim, Niederkirchen, Ruppertsberg, und Wachenheim – zum Forstzweckverband Mittelhaardt bedurfte einiger Vorarbeit, die von der Verbandsgemeindeverwaltung Deidesheim übernommen wurde. Im Herbst stimmten alle beteiligten Kommunen zu, im November willigte die Kreisverwaltung Bad Dürkheim als Einrichtungsbehörde ein. (vnl/Archivfoto: Linzmeier-Mehn)