Kreis Bad Duerkheim Eigenes Profil weiter schärfen

Mit einer „weiteren Profilierung“ und dem Nutzen von Synergien will der Landesverein für Innere Mission (LVIM) als Träger des hiesigen Evangelischen Krankenhauses und mehrerer Seniorenheime seine „Wettbewerbsfähigkeit“ weiter festigen: „Und wir legen besonders hier in Bad Dürkheim ein gutes Tempo vor“, sagte gestern im Gespräch Vorstandssprecher Rainer Wettreck.
So sollten Krankenhäuser selbstverständlich „solide Grundversorger“ sein, aber gezielt auf eigene Stärken setzen: Wie etwa mit dem geplanten Hospiz beim Dürkheimer Krankenhaus (wir berichteten). Generell sollten Synergien im Bereich Adipostitas-Chirurgie oder Urognyäkologie in den eigenen Häusern genutzt werden. Darüber hinaus wolle das Haus Kooperationen – nach dem Vorbild Sterilisation mit den Krankenhäusern in Grünstadt und Frankenthal – forcieren. Beim Standbein Altenhilfe setze die Innere Mission auf wohnortnahe Vernetzung der Versorgungsformen, etwa mit kirchlichen Anbietern, wie der Bereichsleiter der Altenhilfe, Thomas Oberinger, hervorhob. Ein Problem in der Vorderpfalz sei der Fachkräftemangel: Abhilfe solle hier beispielsweise ein Programm zur Gewinnung von Pflegekräften aus Italien bringen, die Qualifikation der Mitarbeiter spiele zudem eine Schlüsselrolle. Wie bereits gestern auf Südwest berichtet, hat der Landesverein 2013 eine Trendwende erreicht: Das Jahresergebnis verbesserte sich auf eine Million Euro – nach einem Minus in 2012. Und auch im laufenden Jahr will Wettreck schwarze Zahlen schreiben. Die Weichen seien gestellt. Mit leicht vermindertem Personalstock habe man in der bisherigen Konsolidierungsphase ein Umsatzwachstum von etwa drei Prozent hingelegt. Jährlich erwirtschafte die Mission über rund 90 Millionen Euro. Als Mittel zur Kosteneinsparung setze die Mission auch kurzzeitige Schließungen von Stationen oder die Einführung einer „Kurzliegerstation“ ein. Zur Konsolidierung habe zum Großteil auch die Belegschaft mit dem Verzicht auf Sonderzahlungen beigetragen, betonte Oberinger. Über die Nutzung der „natürlichen Fluktuation“ und einiger betriebsbedingter Kündigungen (wegen der Schließung der Küche des Dürkheimer Krankenhauses) sei der Mitarbeiterstamm leicht um fünf Prozent verkleinert worden. Vom guten Ergebnis sollen nun auch die heute rund 1800 Beschäftigten profitieren: es werde für 2014 volles Urlaubsgeld gezahlt. Bis 2016 sollen rund 40 Millionen Euro in den Erhalt und Ausbau der Einrichtungen gesteckt werden. Der Landesverein betreibt unter anderem die Krankenhäuser in Bad Dürkheim und Zweibrücken, zwei Hospiz- und Palliativberatungsdienste und das Zentrum für Validation in Wachenheim, das „international“ Vorbildcharakter habe, so Wettreck. (dag)