Grosskarlbach
Eckbachgewölbe: Sanierung kann bald ausgeschrieben werden
Mittlerweile liege eine aktualisierte wasserrechtliche Genehmigung für das Projekt vor, teilt die Verwaltung der Verbandsgemeinde Leiningerland auf Anfrage mit. Derzeit würden vom Planungsbüro, das die Ortsgemeinde Großkarlbach beauftragt habe, die Vergabeunterlagen sowie der mögliche Zeitplan erstellt. Bevor die Ausschreibung der Arbeiten erfolgen könne, müsse jedoch der Gemeinderat in seiner Sitzung am 25. April noch einige Dinge entscheiden. „Ziel ist, möglichst vor den Sommerferien die Bauleistungen zu vergeben“, heißt es vonseiten der Bauverwaltung. Verlässliche Angaben zu den Kosten des Projekts könnten vor dem Eingang von Angeboten nicht gemacht werden.
Jahrelang gab es Diskussionen über die Art, das statische Problem in der Kändelgasse zu lösen. Eine komplette Offenlegung des Gewässers wurde 2018 verworfen. Es wurden Zuschussverhandlungen geführt und flankierende Projekte gesucht, die vom Staat gefördert werden und damit die Kosten für die Gemeinde reduzieren. Im vergangenen Jahr sagte die Landesregierung 600.000 Euro für die Sanierung zu, wenn gleichzeitig die ökologische Aufwertung des Bachbetts erfolge. Und genau für dieses Konzept brauchte es eine wasserrechtliche Genehmigung.
Waschplatz wird offengelegt
Auf Anfrage fasst die Verbandsgemeinde das bauliche Problem und seine angestrebte Lösung zusammen. Demnach weist das knapp 72 Meter lange und etwa 3,50 Meter breite Tonnengewölbe aus dem Jahr 1855, über dem später eine asphaltierte Verkehrsfläche eingerichtet wurde, an mehreren Stellen Schäden auf. Zur Sanierung sollen die Gewölbekappen abgerissen werden. Auf den Seitenteilen, den Sockelwänden, müsse ein neuer Ringanker betoniert werden. „Anschließend wird der Bach mit neuen Betonfertigteilen überdeckt, auf denen die Straßen und Wege wiederhergestellt werden“, so die Verwaltung.
Der frühere Waschplatz werde als Gestaltungselement der Kändelgasse offengelegt und mit einem Sichtschutzzaun abgesichert. Die Treppe bleibe frei zugänglich. Mit Bänken und Blumenkübeln soll der Bereich künftig aufgewertet werden. Die alten Natursteinbrüstungen der Ein- und Ausgangsgewölbe sollen im Zuge der Sanierung erhalten bleiben.