Gerolsheim
E-Werk erhöht die Strompreise
Nach Angaben von Geschäftsführerin Birgit Adrian von den Stadtwerken Frankenthal, die sich seit 2014 um die kaufmännische und technische Betriebsführung des gemeindeeigenen E-Werks kümmern, werden im Januar die Strompreise erhöht. Der Tarif in der Grundversorgung steigt demnach um rund 3,6 Prozent. Bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 2500 Kilowattstunden (kWh) bedeute dies jährliche Mehrkosten in Höhe von 27 Euro, so Adrian. Beim Sondervertrag werde der Preis um rund drei Prozent angehoben, was bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 2500 kWh einer Steigerung um 25 Euro entspreche. Die Kunden seien darüber bereits informiert worden.
Adrian sprach von einer „moderaten Erhöhung“, nachdem die Tarife fast drei Jahre lang unangetastet geblieben waren. „Obwohl wir ein günstiger Stromanbieter sind, wirft unser E-Werk noch Gewinn ab“, betonte der Gerolsheimer Ortsbürgermeister Erich Weyer (FWG) kürzlich in der Sitzung des Gemeinderats.
Gewinn landet auf Gemeindekonto
Im Wirtschaftsplan für 2022 werden Umsatzerlöse in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro und ein Gewinn in Höhe von 20.000 Euro prognostiziert. Nach Steuern blieben davon 15.000 Euro übrig. Der Nettogewinn fließe inzwischen komplett in den Haushalt der Gemeinde, erläuterte Weyer. „Früher war es nur die Hälfte des Gewinns, die andere Hälfte blieb im E-Werk. Weil wir keine Negativzinsen zahlen wollen, soll das Guthaben des E-Werks vorerst nicht weiter steigen“, erklärte der Ortschef.
29.000 Euro sollen 2022 in das Netz und die technische Ausstattung des Betriebs investiert werden, führte Adrian in der Ratssitzung aus. Mit jeweils 5000 Euro schlagen dabei die Fassadensanierung an der Trafostation und die Erneuerung eines Kabelverteilers in der Straße An der Weet zu Buche. Für 6000 Euro sollen Erdungsanlagen an drei weiteren Kabelverteilern erneuert werden. Zudem sind je 6000 Euro für Hausanschlüsse und die Anschaffung von Messsystemen auf dem neuesten technischen Stand veranschlagt.