Kreis Bad Duerkheim Drei Millionen Euro für Kläranlage

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Bei allen drei Kläranlagen der Verbandsgemeinde Wachenheim besteht mehr oder weniger Sanierungsbedarf, in Wachenheim ist er am größten und dringlichsten (wir berichteten). Die Sanierung dieser Anlage wird nach Schätzungen von Experten zwischen 2,95 und 3,15 Millionen Euro kosten. Vertreter des Ingenieurbüros Weber aus Pforzheim stellten die Ergebnisse ihrer Untersuchung in der jüngsten Bauausschusssitzung vor.

Die biologische Stufe der Wachenheimer Kläranlage ist demnach sowohl vom Volumen als auch von der technischen Ausrüstung her nicht ausreichend. Sie muss daher vordringlich erweitert werden. Die geringere Summe ist für Variante eins fällig, die einen Umbau des bestehenden Belebungsbeckens vorsieht, der Neubau des Beckens – Variante zwei – kommt teurer. Der Neubau eines Sand- und Fettfanges und des Filtratwasserspeichers waren ebenfalls Bestandteil der Sanierungsvorschläge. Im Bauausschuss wurde Variante zwei favorisiert, allein schon, um der Gefahr eines „Umkippens“ der Kläranlage aus dem Weg zu gehen, argumentierte Stefan Heiser (CDU). Laut Kämmerer Werner Reinhardt war die Wachenheimer Kläranlage im vergangenen Jahr komplett abgeschrieben. Für die Beseitigung der Defizite im Bereich des Umlaufbeckens in der Gönnheimer Kläranlage ist mit 300.000 Euro zu rechnen. Neubauten sind nicht notwendig. In Ellerstadt plädierten die Ingenieure Tobias Morck und Andreas Beetz unter anderem für eine neue Belüftungseinrichtung. Bei der Schwachstellenanalyse hatte man Druckverluste durch Verschleiß und Ablagerungen für den ungewöhnlich hohen Energieaufwand von 63,4 Kilowattstunden pro Einwohner und Jahr ausfindig gemacht. Zum Vergleich: Die Wachenheimer verbrauchen 44,4 Kilowattstunden, die Gönnheimer 37,9. Sämtliche Sanierungsarbeiten könnten bei laufendem Betrieb der Kläranlagen vorgenommen werden, versicherten die Fachleute. Im Ausschuss wurde auch über die Haushaltssituation der Verbandsgemeinde informiert: Nach aktuellem Stand gibt es keine gravierenden Abweichungen vom Plan. 1,11 Millionen Euro sind in diesem Jahr für Asylbewerber eingeplant, ausgegeben wurden bislang 856.000 Euro, Hochrechnungen ergeben bis zum Jahresende Ausgaben von 1,14 Mio. Euro. Der Kreis hat bislang für die beiden ersten Quartale 519.000 Euro überwiesen. 180 Asylsuchende leben derzeit in der Verbandsgemeinde. Klaus Huter (SPD) schlug vor bei der nächsten Überprüfung der Zahlen im Frühsommer zu überlegen, wie man mit den Krediten für die Sanierung des Schulhofes Friedelsheim-Gönnheim und die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses umgehen will. Für beide Maßnahmen sind Investitionen in Höhe von 1,6 Mio Euro geplant. Man sei „vorsichtig optimistisch“, bei der Sanierung des Schulhofes Friedelsheim-Gönnheim „im vorgesehenen Kostenrahmen zu bleiben“, sagte Verbandsbürgermeister Torsten Bechtel, der dem Finanzausschuss vorsteht. Probleme mit dem Kanal und einem Öltank haben die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses Ellerstadt verzögert, bis Weihnachten soll nun der Rohbau stehen. |mkö

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