Wachenheim
Diskussion um Ukraine-Hilfe
Auf Vermittlung einer in Bad Dürkheim lebenden gebürtigen Ukrainerin seien die Malteser bereit, zweimal pro Woche für je fünf Stunden im Rathaus der Verbandsgemeinde ukrainische Flüchtlinge zu unterstützen, berichtete Verbandsbürgermeister Torsten Bechtel (CDU). Nach Angaben des zuständigen Ersten Beigeordneten René Breier (SPD) werde vor allem psychosoziale Beratung in ukrainischer Sprache angeboten. Es gibt Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen, möglich sei das auch bei der Suche nach Arbeit und Wohnung und bei anderen Fragen und Problemen. Das Angebot der Malteser trage dazu bei, die zuständigen Mitarbeiter der Verwaltung zu entlasten, die „auf dem Zahnfleisch gehen“, sagte Breier. Da die Mitarbeiter der Malteser ukrainisch sprechen, könne vieles schneller erledigt werden. Zudem müssten die Ukrainer nach einer Neuregelung nun Anträge für das Job-Center ausfüllen, das sei sehr aufwendig und schwierig.
Auch andere Flüchtlinge mit Hilfsbedarf
Es sei Aufgabe des Job-Centers seinen „Kunden“ zu helfen und nicht der VG-Verwaltung, so Dittrich. Das sei richtig, das Job-Center lasse die Leute aber allein, die VG-Verwaltung wolle hier humanitäre Hilfe leisten, entgegnete Breier. Es bestehe ein ähnliches Angebot der Caritas in Bad Dürkheim, da müsse die Verbandsgemeinde Wachenheim nicht auch noch etwas tun, führte Dittrich als weiteres Argument für ihre Ablehnung an.
Zudem lebten in der Verbandsgemeinde „eine Fülle“ von Flüchtlingen aus verschiedenen Ländern, die „erheblichen Hilfsbedarf haben“, so Dittrich. Sie und Andreas Repp (Grüne) kritisierten, dass für diese Personen nicht die gleichen Hilfen wie für die Ukrainer angeboten werden.
Dittrich bleibt beim Nein
Wenn die Mitarbeiter der Verwaltung durch das Zusatzangebot für die Ukrainer entlastet werden, hätten sie mehr Zeit für andere Flüchtlinge, gab Elke Stachowiak (FWG) zu bedenken. Auch Peter Fleischer (FWG) bemühte sich um versöhnliche Argumente, man könne nachfragen, ob die Malteser auch anderen Flüchtlingen Hilfsangebote machen. Es spreche nichts dagegen, dass andere Flüchtlinge die Hilfen nutzen, versicherte Bechtel. Deren Muttersprache sei aber nicht ukrainisch, so Dittrich. Sie stimmte als einziges Ratsmitglied dagegen, dass die Verbandsgemeinde bis Ende des Jahres das Hilfsangebot zahlt.