Kreis Bad Duerkheim Der Weg ist frei

Wo alt auf neu trifft: die wiederaufgebaute Sandsteinmauer an der Wachtenburg.
Wo alt auf neu trifft: die wiederaufgebaute Sandsteinmauer an der Wachtenburg.

Seit rund zwei Wochen ist der Treppenweg zur Wachtenburg wieder offen. Der Förderverein des Wachenheimer Wahrzeichens blickte bei seiner Mitgliederversammlung am Donnerstagabend auf seine wichtigste Sanierung 2017 zurück. Bürgermeister Torsten Bechtel nannte den 988 Mitglieder starken Förderverein einen Verein mit „Leuchtturmfunktion“ in der Stadt.

Die eingestürzte Sandsteinwand der Vorburgmauer Ost musste im vergangenen Jahr komplett abgetragen, die Fundamente neu gegründet werden. Das kostete gut 80.000 Euro, davon musste der Verein ein Drittel aufbringen. Der Treppenweg war deshalb gesperrt worden. Auch im April wird er noch mal ein paar Tage gesperrt werden müssen, kündigte Vereinsvorsitzender Dieter Weilacher an. Für eine aus mit Steinen gefüllten Drahtkörben bestehende Wand (Gabionenwand) vor dem Ostturm schafften Vereinsmitglieder 89 Kubikmeter Sandsteine auf die Burg, jeder Stein wurde dabei mindestens viermal in die Hand genommen, hob Weilacher hervor. Dabei half auch ein Arbeitseinsatz von 25 Helfern der Ludwigshafener Firma Abbvie (vormals Knoll). Vorsorge, dass Kinder nicht mehr auf den Ausstieg auf dem Bergfried klettern können, wurde getroffen – ein Vater hatte darauf aufmerksam gemacht. Der Verein verlängerte den Pachtvertrag für die Burgschänke mit der Familie Schattner, die 2017 ihr 30-jähriges Jubiläum dort feierte, um weitere zehn Jahre. 3406 Arbeitsstunden haben die Aktiven des Vereins im vergangenen Jahr auf der und für „die Burg“ geleistet, listete Berend Pauli auf. Die meisten davon für Feste. Das waren etwas weniger ehrenamtlich geleistete Stunden als in den Jahren zuvor, aber die Beteiligten würden auch älter, Nachwuchs wäre daher sehr willkommen, verdeutlichte Pauli. Die großen Vorhaben der nächsten Jahre sind die Sanierung der Süd-Ost-Mauer und die Planung für die Sanierung der Ringmauer zwischen Turm Gaststätte und Ostturm. Zu den demnächst anlaufenden zwingenden Vorarbeiten hierfür gehört eine archäologische Grabung in diesem Bereich, die von Studenten der Uni Freiburg ausgeführt wird. Für die dabei entstehenden Kosten komme der Verein alleine auf, gab Weilacher bekannt. Die Stahlbetonplattform auf dem Bergfried muss saniert und im Museum eine Überwachungskamera installiert werden. Der Verein sei finanziell gewappnet, die Vorhaben der nächsten Jahre anzupacken, verdeutlichte Willy Bohl in seinem Kassenbericht. Der Verein bekam im vergangenen Jahr gut 33.000 Euro Spenden, 47.000 Euro kosteten den Verein die Sanierungen in 2017. Am 27. Mai veranstaltet der Förderkreis wieder die Burg- und Weinmeile, am 27. und 28. Juli gibt es ein Rittermahl auf der Burg. Für 25 Jahre Mitgliedschaft im Förderkreis wurden Dieter-Reinhard und Monika Wolff, Christian Steiner, Georg Krebs und Albrecht Orfey geehrt.

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