Kreis Bad Duerkheim „Der Standort ist optimal“

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Es war ein langer, beschwerlicher Weg, der aber zu einem positiven Ergebnis gekommen ist: Der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hat am Samstag in Friedelsheim sein neues zentrales Fahrzeug- und Materialdepot für den Katastrophenschutz eingeweiht. In der Halle eines ehemaligen Weingutes sind auf 1000 Quadratmetern elf verschiedene Einsatzwagen sowie unterschiedliche Notfall-Materialien des DRK untergebracht.

„Wir sind sehr froh, dass Alfred Bonnet uns diese Halle zur Verfügung gestellt hat“, erklärte Claus Wadle, Präsident des Kreisverbandes, bei der Feierstunde zur Eröffnung. Bonnet hatte seinen Weinbaubetrieb aufgegeben und das Gebäude dem DRK zur Miete angeboten, nachdem er von dessen vergeblicher Suche nach einem geeigneten Standort für das Katastrophenschutzdepot gehört hatte. Als die behördlichen Hürden Wege gemeistert waren, begannen die DRK-Leute, die Halle für ihre Anforderungen umzugestalten. Das Ergebnis ist ein übersichtlich und funktional angeordnetes Lager mit aktueller technischer Ausrüstung für professionelle Einsätze. Wadle beschrieb in seiner Rede die Schwierigkeiten, mit denen der DRK-Katastrophenschutz lange Jahre konfrontiert war. „Unser Materialdepot befand sich früher in einer ehemaligen Dürkheimer Autowerkstatt“, berichtete er. Die dortige Fläche von 350 Quadratmetern sei zunehmend zu eng geworden. Fahrzeuge und andere Utensilien seien an verschiedenen anderen Orten untergebracht gewesen, in Grünstadt oder Wachenheim. „Diese Objekte, teils Industriebrachen, waren allesamt keine günstige Lösungen.“ Ein optimaler Standort wäre ein Areal neben der Feuerwehr und der Rettungswache in Bad Dürkheim gewesen, doch diese Variante ließ sich nicht realisieren. Auch ein anderer Standort habe sich nicht gerade als Ideallösung präsentiert: „Uns wurde die katholische Kirche in Hardenburg angeboten“, so Claus Wadle. „Ich konnte mir aber wirklich nicht vorstellen, unser Material dort auf der Empore zu lagern.“ Fünf Jahre lang habe man nach einer geeigneten Möglichkeit gesucht, ehe die Halle am Ortseingang von Friedelsheim ins Gespräch kam. Wadle skizzierte das vielfältige Aufgabengebiet des DRK-Katastrophenschutzes, dazu zählt er vor allem Naturkatastrophen und Notfallsituationen. „Bei Naturkatastrophen werden die Abstände auch hierzulande immer kürzer. Unzählige Menschen haben schon ihr ganzes Hab und Gut verloren“, erinnerte er an die Überschwemmungen vom Frühjahr. Helfer seien bei solchen Ereignissen rund um die Uhr im Einsatz. „Darunter sind, wie auch hier bei uns, viele Ehrenamtliche“, hob Wadle hervor und betonte, dass diese gut ausgebildet und kompetent seien. „Ihnen ganz herzlichen Dank für die gute Arbeit, die sie leisten“, lobte er und bedankte sich auch „für die große Unterstützung durch den Landkreis“. Die Suche nach einer geeigneten Örtlichkeit sei nicht einfach gewesen, bestätigte Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld. Es sei aber letztendlich eine gute Lösung gefunden worden. „Der Standort Friedelsheim ist optimal, mitten im Landkreis gelegen.“ Ihlenfeld erinnerte an einige große Schadensfälle in der jüngeren Vergangenheit und den Einsatz der DRK-Katastrophenschutztruppe bei der Flüchtlingshilfe in Speyer. „Ich sehe den Katastrophenschutz hier in guten Händen“, betonte der Landrat. In der neuen Halle sind auf Hochregallagern alle notwendigen Materialien übersichtlich angeordnet. Auf Paletten stapeln sich Feldbetten, Einmalmatratzen, Decken oder Hygieneboxen. In einem anderen Regal sind Lampen, Kanister oder auch Übungsutensilien untergebracht. „Wir können hier auch mit dem Gabelstapler arbeiten“, berichtete Truppenführer Kai Falke. „Hier in der Halle ist zwar noch einiges zu tun, wir sind aber schon ein großes Stück vorangekommen“, erklärte Bernhard Abel, der Kreisbeauftragte für Katastrophenschutz. |hör

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