Kreis Bad Duerkheim
Deidesheim: Bürgermeister Peter Lubenau heute 65 Jahre alt
Lubenau ist im Neustadter Ortsteil Mußbach aufgewachsen. Während seiner Schulzeit am Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium ging er zur Jungen Union. „Das war Anfang der 1970er-Jahre, da war man ziemlich politisch“, sagt Lubenau, der einige Zeit Vorsitzender der JU Mußbach war. Während des Studiums des Bauingenieurwesens an der Technischen Hochschule Karlsruhe war er im Studentenparlament aktiv.
Erst einmal Schluss mit Politik
Nach dem Studium war erst einmal Schluss mit Politik. Der junge Ingenieur arbeitete in Würzburg, gründete eine Familie, wohnte zeitweise in Kallstadt und Wachenheim und zog 1998 nach Deidesheim. „Da habe ich alte Bekannte aus der Schulzeit getroffen, und so kam das Interesse, sich wieder politisch zu betätigen“, erzählt Lubenau.
Seit 1994 arbeitete er beim damaligen Eigenbetrieb Stadtentwässerung in Ludwigshafen, war dort erst Abteilungsleiter, ab 2002 stellvertretender Werkleiter beim Wirtschaftsbetrieb Ludwigshafen und seit 2008 technischer Werkleiter.
„Ich war nie im Rat.“
2009 kandidierte Lubenau für den Verbandsgemeinderat Deidesheim, wurde aber nicht gewählt. Da bei der CDU sein Fachwissen gefragt war, wurde er Mitglied des Werkausschusses des Rats. „Ich war nie in einem Rat“, sagt Lubenau. 2014 habe der damalige Verbandsbürgermeister Theo Hoffmann (CDU) einen Beigeordneten gesucht, der sich um die Werke kümmert, erinnert er sich. Dieses Amt übernahm er im Juni 2014: Er hatte die Fachkenntnisse. Im Januar 2015 wurde Lubenau zum Vorsitzenden des CDU-Gemeindeverbands gewählt.
Es sei darüber gesprochen worden, ob er bei der im März 2016 anstehenden Wahl des Verbandsbürgermeisters die Nachfolge von Hoffmann antreten solle. Er habe die „Vor- und Nachteile abgewogen“, verrät Lubenau. Wegen seines Alters war klar, dass er nicht für eine zweite Amtszeit würde antreten können. Da auch Hoffman und seine Vorgängerin nur wenige Jahre im Amt waren, „wäre Kontinuität für die Verbandsgemeinde besser gewesen“, nennt er als Grund, warum er sich gegen eine Kandidatur entschied.
Mit 76,9 Prozent der Stimmen gewählt
Zudem habe ihm seine Arbeit in Ludwigshafen „viel Spaß gemacht, und ich hatte keinen Grund wegzugehen“. Das Ehrenamt als Beigeordneter der Verbandsgemeinde hätte er gern weiter ausgeübt. Doch es kam anders. Im November 2015 sagte der auserkorene Bewerber zwei Tage vor der Mitgliederversammlung der CDU ab. Lubenau trat für die CDU an und wurde im März 2016 zum Verbandsbürgermeister gewählt, mit 76,9 Prozent. Einen Gegenkandidaten gab es nicht.
Die vielfältigen Aufgaben als Verbandsbürgermeister „machen mir Spaß“, sagt Lubenau. Als Werkleiter wäre er im November in Rente gegangen. „Aber warum soll ich zu Hause bleiben, wenn ich doch gesund bin?“, fragt Lubenau.
Vieles angestoßen
In den ersten vier Jahren seiner Amtszeit sei viel angestoßen und geplant worden, das er nun zu Ende führen möchte. Der Bürgermeister nennt unter anderem Sanierung der Schulen und der Verbandsgemeindehalle, Breitbandausbau, barrierefreie Radwege. „Das alles geht nur im Team“, betont er.
In seiner Freizeit ist Lubenau vor allem sportlich aktiv. Ehrenamtlich ist er Vorsitzender des Landesverbands der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft. „Außerdem haben meine Frau und ich eine große Familie und einen großen Bekanntenkreis“, sagt Lubenau. Zur Familie gehören drei erwachsene Söhne, eine Stieftochter und ein dreijähriger Enkel.